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Den Klimawandel und Militarisierung gemeinsam bekämpfen

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friday

Den Klimawandel und Militarisierung gemeinsam bekämpfen

Als Friedrich Merz kürzlich nach den Waldbränden bei Hürtgenwald den Helfer:innen für ihren Einsatz dankte – und dabei zurecht ausgebuht wurde –, äußerte er sich zum ersten Mal seit langem auch direkt zum Klimawandel und ermahnte alle Leugner des Klimawandels. Die bedrohliche Situation durch die lang anhaltende Trockenperiode zwang schließlich auch Merz, welcher kein Wort über 10.000 Hitzetote verlor und Klimaschutz immer wieder kleinredete, sich zu dem offensichtlich stattfindenden Klimawandel zu äußern. Am Dienstag und Mittwoch wurde nun bei der Kabinettsklausur in Brandenburg über verbesserten Schutz gegen Extremwetterereignisse beraten – jedoch ohne eindeutiges Ergebnis. Merz gab außerdem an, dass „wir“ alles tun müssen, um den Klimawandel abzuwehren, jedoch gleichzeitig auch mit ihm leben müssen.

Die aktuelle Bundesregierung, welche Milliarden in die Aufrüstung steckt und gleichzeitig bei Gesundheit, Bildung und Sozialem spart, hat jedoch kein Interesse daran, den Klimawandel allseitig abzuwehren. Wenn wir die Klimakrise tatsächlich aufhalten wollen, können wir das nur gegen die Interessen der kapitalistischen Regierungen.

Hitzewellen und Trockenheit

Die extreme Hitzewelle Ende Juni und auch die darauffolgenden Hitze- und Trockenperioden in ganz Europa sind ein eindeutiges Symptom des Klimawandels. Die sechs wärmsten Jahre seit Beginn der Wetteraufzeichnung in Deutschland sind alle nach 2000 zu verorten, während kalte Jahre mittlerweile gänzlich ausbleiben. Die Erderwärmung führt zu massiven Veränderung des globalen Klimas und bewirkt somit den Anstieg des Meeresspiegels, das Schmelzen der Gletscher, den Verlust von Lebensräumen und die Häufung von Extremwetterereignissen. All dies hat verheerende Auswirkungen auf uns alle und kann nicht mit „natürlichen Temperaturschwankungen“ kleingeredet werden. 

Nachdem das Robert-Koch-Institut (RKI) vor wenigen Wochen noch von 5.000 Toten durch die Hitzewelle gesprochen hat, musste diese Zahl nun korrigiert werden. Das Institut geht derzeit von 9.600 Hitzetoten im Juni aus, die meisten davon über 85 Jahre. Die Folgen der Hitzewelle werden erst jetzt richtig sichtbar, auch weil Temperaturen in dieser Höhe bisher kaum oder gar nicht in Deutschland vorkamen. Zudem ist die Übersterblichkeit durch Hitzewellen schwierig zu ermitteln, da die Betroffenen nicht an der Hitze selbst, sondern an Schlaganfällen oder Herzinfarkten sterben. Die Hitzewelle trifft also jene besonders, die aufgrund ihres Alters oder aufgrund von Vorerkrankungen bereits gesundheitlich eingeschränkt oder wenig belastbar sind. 

Die Folgen des Klimawandels für ganz Europa zeigen sich momentan besonders an den Wasserständen der großen europäischen Flüsse. Besonders Mittel- und Südosteuropa sehen sich mit einem historisch niedrigen Wasserstand der Donau konfrontiert – mit besorgniserregenden Folgen für die Stromversorgung mehrerer Länder. Das Wasser der Donau dient nicht nur der Stromgewinnung durch Wasserkraft, es kühlt außerdem die Reaktoren dreier Atomkraftwerke. Das ungarische Kraftwerk an der Donau musste aufgrund des fehlenden Wassers auf 12 Prozent seiner Normalleistung gedrosselt werden.

Auch Ungarn befindet sich aufgrund der Trockenheit in einer beispiellosen Energiekrise, weshalb die ungarische Regierung die Bevölkerung aufrief, Strom zu sparen. Große Produktionsstätten, wie zum Beispiel das Audi-Werk in Györ, mussten die Produktion ebenfalls drosseln. Rumänien, welches die Energiekrise etwas weniger hart........

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