Die echte Opposition: Streikaufruf iranischer Studierendengruppen und Gewerkschaften
Die echte Opposition: Streikaufruf iranischer Studierendengruppen und Gewerkschaften
Am vierzigsten Tag nach den Massakern des iranischen Regimes rufen Studierendengruppen und Gewerkschaften zu einem nationalen Streik auf.
Am Wochenende versammelten sich hunderttausende iranische Monarchist:innen in München, Toronto und Los Angeles. Während sie dort einen als Demonstration getarnten Personenkult des angeblichen iranischen Kronprinzen abhielten, der parallel in einer Besenkammer der Münchner Sicherheitskonferenz für die Bombardierung der unterdrückten iranischen Massen warb, formierte sich erneut der tatsächliche Widerstand gegen das Islamische Regime in Iran.
Vier Studierendenorganisationen, eine Gewerkschaft iranischer Lehrer:innen und Studierende von über zwanzig Universitäten richten sich an Arbeiter:innen, Schüler:innen und Studierende im ganzen Land und rufen zu einem nationalen Streik am 17. und 18. Februar auf. Diese Daten sind nicht zufällig gewählt, sondern fallen auf den vierzigsten Tag nach den landesweiten Massakern an den aufständischen Massen der Januar-Revolte – im Iran traditionell das Ende der Trauerzeit, das mit einem erneuten Zusammenkommen der Trauernden begangen wird.
Diese Zusammenkünfte hatten bei vergangenen Protestbewegungen oftmals den Charakter spontaner Demonstrationen und Kundgebungen. So auch jetzt: Schon bei den eigentlichen Beerdigungen waren oft Rufe nach dem Sturz des Regimes zu hören. In der Stadt Abdanan gab es bereits gestern, am Vorabend des vierzigsten Todestags des Ermordeten Alireza Seydi, Demonstrationen und Autokorsos, die Demonstrierenden skandierten „Tod Khamenei“. Das Regime reagierte mit bereits gewohnter Schärfe: Internet, Mobilfunk, und sogar Festnetz der Stadt wurden abgestellt; auf einigen der wenigen Videos, die trotzdem veröffentlicht werden konnten, ist die Präsenz schwer bewaffneter Milizen zu sehen und ein Anwohner berichtet davon, dass die Milizen erneut auf Demonstrierende schossen.
Es ist zu erwarten, dass sich die Streiks und Proteste in den nächsten Tagen ausweiten werden – denn die Brutalität des Regimes hat die iranischen Massen zwar mit einem schweren Schlag getroffen, aber ihre Unzufriedenheit und Wut wurde nur verstärkt.
Wir stehen in voller Solidarität mit Irans Studierenden, Lehrer:innen, Arbeiter:innen, Frauen und Queers. Für eine echte Befreiung der unterdrückten Massen Irans! Hoch die internationale Solidarität!
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