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Skandal: Linke Politiker:innen hetzen in der BILD gegen Leipziger Palästinademonstration

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12.01.2026

Die Leipziger Linke-Abgeordnete Juliane Nagel hetzt in der BILD-Zeitung gegen die Demonstration am 17. Januar. Linke-Abgeordneter Nam Duy Nguyen distanziert sich ebenfalls von der Demonstration. Die palästinasolidarische Parteibasis muss den Kampf selbst in die Hand nehmen.

Nach Tagen der Hetzkampagne greifen auch zunehmend überregionale Medien die geplante Demonstration des Palästinaaktionsbündnisses Leipzig (PAL) und anderen Gruppen vom 17. Januar im Leipziger Stadtteil Connewitz auf. Am Montag veröffentlichte die BILD-Zeitung einen Artikel unter dem hetzerischen Titel: „Migrantifa gegen Antifa, 1000 Polizisten müssen Linke vor Linken schützen“. Darin leistet dieses reaktionäre bürgerliche Blatt fleißig Schützenhilfe für das in Bedrängnis geratene Häuflein Antideutscher und ihre Verbündeten innerhalb der Linkspartei. Die Palästinabewegung wird als gewalttätig dargestellt, während die lange Kette von gewaltsamen antideutschen Übergriffen in und um Connewitz keine direkte Erwähnung findet. Erst am Donnerstag berichteten wir über einen weiteren Übergriff.

Die Landtagsabgeordnete und bekennende Israelunterstützerin Juliane Nagel , die in allen führenden Parteigremien der Sächsischen Linken Unterstützung für ihr Projekt einer proimperialistischen Linken findet, war sich auch nicht zu fein, mit der Bild-Zeitung zu sprechen. Dort behauptete sie:

Die Initiatoren verbreiten Lügen und konstruieren Feindbilder. So spalten sie und machen eine solidarische Diskussion unmöglich.

Für ihren Kampf gegen die Palästinasolidarität der zunehmend auch ein innerparteilicher Kampf ist, da sehr viele neu eingetretene Mitglieder durch Israels Genozid in Gaza politisiert wurden, ist Nagel offenbar auch ein Block mit der BILD-Redaktion gerade recht(s) genug. Einst war man sich unter Linken einig, dass der Springerverlag enteignet und zerschlagen gehört, man hat sogar große Demonstrationen gegen die BILD-Hetze organisiert. Das scheint sich heute geändert zu haben und die BILD ist heute bei einigen ein probates Mittel im Kampf für die Aufrechterhaltung der genozidalen deutschen Staatsräson. 

Groteskerweise versucht Nagel im gleichen Interview mit der BILD die geplante Demonstration bewusst in eine rechte Ecke zu stellen: „Die Organisatoren sollten sich fragen, weshalb sie Unterstützung von der extremen Rechten bekommen.“ Während Nagel ganz selbstverständlich die extrem rechte BILD als Vehikel der Hetze benutzt, wirft sie andersherum der Palästinabewegung vor, mit den Rechten politische Überschneidungen zu haben. Dabei distanzieren sich die Organisator:innen der Demonstration vom 17. Januar öffentlich von den Versuchen, der Freien Sachsen und anderen, die Demonstration für ihre Zwecke zu missbrauchen. Im jüngst veröffentlichten Demokonsens heißt es dazu:

Wir sind eine palästinasolidarische Antifa-Demonstration. Freie Sachsen, Compact und andere Nazis sind unsere Feinde. Wir dulden selbstverständlich keine Nazis in unserer Demonstration. Nulltoleranz gilt auch gegenüber Rassismus und allen anderen Formen von Diskriminierung.

Dass die Freien Sachsen und der rechtsradikale Jürgen Elsässer eine Querfront gegen die Antideutschen anstreben, bedeutet noch keinesfalls........

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