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Hochschulaktionstag in Leipzig: ein Erfolg mit Schönheitsfehler

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31.01.2026

Am Mittwoch streikten und demonstrierten die Beschäftigten der Universität Leipzig im Rahmen des bundesweiten Hochschulaktionstags. Ein Schritt in Richtung der Politisierung der TVL-Runde.

Rund 800 Beschäftigte kamen am Mittwoch, den 28. Januar zwischen Moritzbastei und Mensa am Park zum Hochschulaktionstag zusammen. Die Gewerkschaften ver.di und GEW sowie das Bündnis Leipzig steht zusammen hatten dazu aufgerufen. Um 11 Uhr zog ein Demonstrationszug in Richtung Rektorat in der Ritterstraße. Der Streik zeigte seine Wirkung: Die Mensa am Peterssteinweg und die Mensaria am Botanischen Garten waren ganztägig geschlossen. Die Mensa am Park schloss bereits um 14 Uhr. Alle anderen Mensen und Bistros arbeiteten an diesem Tag nur mit eingeschränkter Kapazität. Die zentrale Campusbibliothek sowie die Bibliothek der Regionalwissenschaften waren ebenfalls geschlossen, andere Bibliotheken arbeiteten mit Einschränkungen. 

Bei Schnee und Eis standen studentische Beschäftigte, wissenschaftliche Mitarbeiter:innen und Doktoranden im akademischen Mittelbau, Mensa- Verwaltungs- und Bibliothekspersonal zusammen auf der Straße. Sie stritten im Rahmen der Tarifverhandlungen im Tarifvertrag der Länder (TV-L) für 7 Prozent höhere Löhne, mindestens aber 300 Euro mehr im Monat bei einer Laufzeit von 12 Monaten und einen Tarifvertrag. Für die studentischen Beschäftigten forderten sie 17 Euro die Stunde Mindestlohn, mindestens 24 Monaten Vertragslaufzeit und mindestens 40 Arbeitsstunden im Monat, damit das Job stacking ein Ende hat. 

Diese Forderungen waren überschattet von den Kürzungen der Landesregierung an der Universität Leipzig. Das Haushaltsloch von bis zu 16 Millionen Euro möchte man durch die Abwicklung „wenig frequentierter“ Studiengänge und massive Stellenstreichungen schließen. Schon jetzt habe die Uni nicht mehr genug Hausmeister:innen........

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