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Volkswagen-Konzern plant neues Sparprogramm in Höhe von 60 Milliarden Euro

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24.02.2026

Volkswagen-Konzern plant neues Sparprogramm in Höhe von 60 Milliarden Euro

Der größte deutsche Autobauer Volkswagen vertieft seine Krise und weitet sein Sparprogramm auf den Gesamtkonzern aus. Betriebsräte warnen vor drohenden Werksschließungen.

Der VW-Chef Oliver Blume und sein Finanzchef Arno Antlitz kündigten Mitte Februar ein historisches Sparprogramm für den Gesamtkonzern an und wollen bis 2028 60 Milliarden einsparen. Dabei stünden auch Werksschließungen im Raum, doch konkrete Pläne sind dafür noch nicht an die Öffentlichkeit gedrungen. 

Diese Einsparungen bedeuten eine Ausweitung der bisherigen Sparpläne, die für die Kernmarke VW einen Stellenabbau von 35.000 Beschäftigten zwischen 2025 bis 2030 vorsieht, wobei in der im Herbst 2024 aufgesetzten Vereinbarung mit der IG Metall noch Werksschließungen und betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen wurden. Das Sparprogramm weitet sich also von der Kernmarke auf andere Marken aus, was eine tiefere Krise des Gesamtkonzerns bedeutet, zu welchem unter anderem auch Marken wie Audi, Skoda, Lamborghini und Porsche gehören. 

Die Krise von VW ist dabei ein Ausdruck der verschärften internationalen Konkurrenz gegenüber chinesischen Herstellern, die auf dem Feld der Elektromobilität ihrer Hegemonie ausbauen und damit die Verkaufszahlen der VW-Marken auf dem wichtigen chinesischen Markt nach unten drücken. Auch die US-Zölle auf Importe verschlechtern den Zugang für VW und anderen deutsche Hersteller zum wichtigen Absatzmarkt in den USA, die zwar selbst einige Produktionsstätten in den USA haben, aber trotzdem viele Kraftfahrzeugteile in die USA importieren müssen, was durch die Zölle verteuert wird. Gleichzeitig fallen die Absatzzahlen für Mittelklasse- und Luxuswägen in den USA und weltweit, was VW Marken wie Porsche hart trifft. 

Die Betriebsräte warnen die Konzernleitung vor drohenden Werksschließungen und verweisen auf den „Sozialplan“ aus dem Herbst 2024, der Werksschließungen ausschließen sollte. Der neue Sparplan ist für sie eine unverhältnismäßige Eskalation. Blume kündigt für Mitte März eine neue Bilanz über die Gewinne und Ausgaben des Konzerns an. 

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