Vom Iran im Netz für tot erklärt
10. März 2026 – 21. Adar 5786
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Vom Iran im Netz für tot erklärt
Hackerangriffe gegen Israel nehmen zu und Teheran verbreitet gezielt Falschmeldungen – auch über einzelne Personen
Mitten im Krieg zwischen Israel und Iran tobt auch eine digitale Schlacht – und sie trifft inzwischen einzelne Menschen ganz konkret. Der Israeli Elkana Bar Eitan erlebte das auf bizarre Weise: Im Internet erklärten iranische Accounts ihn kurzerhand für tot.
Experten sehen darin ein Beispiel für gezielte Desinformation. Falschmeldungen über angebliche Tote, Angriffe oder militärische Erfolge sind Teil einer Strategie, die Verwirrung stiften und Gegner einschüchtern soll. Gerade in sozialen Medien verbreiten sich solche Geschichten rasend schnell.
»Zuerst musste ich lachen. Es fühlte sich absurd an«, schrieb Bar Eitan anschließend in einem Blog in der »Times of Israel«. Die Meldung über seinen angeblichen Tod verbreitete sich auf sozialen Medien und iranischen Kanälen, obwohl er quicklebendig ist.
Angeblich seien acht IDF-Reservisten tot
Ein Freund hatte ihm einen Screenshot geschickt: Neben sieben weiteren Fotos von israelischen Reservisten war auch sein Bild zu sehen, darunter die knappe Botschaft: »8 IDF soldiers gone.« Zunächst musste Bar Eitan lachen. Doch als sich die Nachricht weiterverbreitete, wurde ihm mulmig. Seine Familie könnte die Meldung sehen, bevor sie von ihm hörte. Also rief er sofort an. »Nur damit ihr es wisst«, sagte er seinen Lieben, »laut iranischem Militär bin ich tot«.
Was zunächst wie ein makabrer Internet-Scherz wirkte, erschien ihm bald weniger harmlos. Für Bar Eitan ist die Episode Teil eines Musters: »Dies war kein zufälliges Internet-Trolling. Es war Teil einer Strategie. Seit Jahren investiert das iranische Regime massiv in psychologische Kriegsführung und Desinformation. Neben Raketen, Drohnen und Stellvertretermilizen setzt es eine weitere Waffe ein: Lügen.........
