menu_open Columnists
We use cookies to provide some features and experiences in QOSHE

More information  .  Close

Opposition fürchtet Einflussnahme auf die Wahlen durch Netanjahu

18 0
23.08.2026

23. August 2026 – 10. Elul 5786

AboAngebote PrintAbo-Service

AboAngebote PrintAbo-Service

Opposition fürchtet Einflussnahme auf die Wahlen durch Netanjahu

Oppositionspolitiker Yair Golan und Naftali Bennett üben ungewohnt scharfe Kritik am Premierminister und äußern Zweifel am fairen Ablauf des Wahlkampfs

Der Wahlkampf in Israel ist in vollem Gange. Bevor die Israelis am 27. Oktober an die Urnen gehen, wird jedes politische Ereignis auch in diesem Zusammenhang bewertet. Nach einem israelischen Angriff auf Syrien unweit der türkischen Grenze äußert der Oppositionspolitiker Yair Golan die Sorge, dass auch das mit Innenpolitik zu tun haben könnte.

»Netanjahu ist aus politischen Gründen an einer Sicherheitskrise interessiert. Ich sehe es schon vor unseren Augen geschehen. Es könnte ihm einen Vorwand liefern, die Wahl zu verschieben oder zu stören«, erklärte der Vorsitzende der Linkspartei »Die Demokraten« in einem Interview mit der Nachrichtenseite Ynet. Seiner Meinung nach habe Ministerpräsident Benjamin Netanjahu »keine rote Linie, die nationale Sicherheit für politische oder persönliche Zwecke zu instrumentalisieren«.

»Wer glaubt, Netanjahu, Smotrich und Ben-Gvir würden einfach die Macht abgeben oder das Wahlergebnis in einer Demokratie akzeptieren, weiß nicht, mit wem wir es zu tun haben«, so seine düstere Prognose.  »Eine Sicherheitslage könnte Netanjahu sogar dazu veranlassen, die Wahl zu verschieben. Wir dürfen nicht länger naiv sein.«

Delegitimierung der Justiz und des Wahlkomitees

Auf die Frage, ob er tatsächlich glaube, Netanjahu könne die Wahl beeinflussen, sagte Golan, es bestehe »eine ernsthafte Besorgnis«, dass solche Versuche unternommen werden könnten. Denn »die Delegitimierung der Justiz und des Komitees, das die Wahlen überwacht« habe bereits begonnen.

Einzige Möglichkeit, dem entgegenzuwirken sei es, meint Golan, so viele Menschen wie möglich zur Wahl zu bringen........

© Juedische Allgemeine