Generalstabschef Zamir: „Bevor es zu spät ist“
19. März 2026 – 1. Nissan 5786
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Generalstabschef Zamir: »Bevor es zu spät ist«
Zwischen Warnung und Kontrollverlust: Israels Sicherheitselite schlägt Alarm wegen ausufernder Siedlergewalt
Die Warnung kommt ungewöhnlich deutlich – und aus dem Innersten des Sicherheitsapparats. Generalstabschef Eyal Zamir spricht von »inakzeptabler« Gewalt durch israelische Siedler im palästinensischen Westjordanland und warnt vor »außergewöhnlichem strategischem Schaden«. Gemeint ist nicht nur die moralische Dimension, sondern eine sicherheitspolitische: Jede Attacke extremistischer Gruppen untergräbt die Stabilität vor Ort und spielt Israels Feinden in die Hände.
Damit rückt ein Thema in den Mittelpunkt, das lange als Randphänomen behandelt wurde, inzwischen aber selbst von Militärs als strategisches Risiko eingestuft wird.
Bei einem Besuch im Zentralkommando stellte Zamir einen Anstieg nationalistisch motivierter Straftaten fest, von denen einige »auch direkt gegen unsere Soldaten und die Zivilbevölkerung gerichtet sind«. Diese Äußerungen erfolgten wenige Stunden, nachdem extremistische Siedler das palästinensische Dorf Mukhmas angegriffen hatten. Videoaufnahmen zeigen mehrere Angreifer, die versuchten, Hühnerställe in Brand zu setzen und Brandbeschleuniger benutzen.
Zamir verlangt, gegen Phänomen vorzugehen und es auszumerzen
»Es ist inakzeptabel, dass die IDF während eines Mehrfrontenkrieges auch noch mit einer bedrohlichen Minderheit aus den eigenen Reihen zu kämpfen habt«, sagte Zamir. »Sie gefährden die Siedlungen, Sicherheit und Stabilität sowie unsere Werte als Volk und Staat«, fuhr er fort und forderte die Behörden auf, »gegen dieses Phänomen vorzugehen und es auszumerzen, bevor es zu spät ist«.
Auch andere Stimmen aus dem Sicherheitsestablishment schlagen Alarm. Ghassan Alian, Leiter der israelischen Zivilverwaltung in den Palästinensergebieten, verurteilte die Angriffe ebenfalls eindeutig: »Diese Vorfälle sind beschämend und schaden in erster........
