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Besorgnis in Israel nach Berlin-Wahl

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22.09.2026

22. September 2026 – 11. Tischri 5787

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Besorgnis in Israel nach Berlin-Wahl

Der Wahlsieg der Linken sorgt vor allem mit Blick auf Antisemitismus und das jüdische Leben in der deutschen Hauptstadt für Aufmerksamkeit in israelischen Medien

Der Wahlerfolg der Partei »Die Linke« in Berlin sorgt in Israel für Aufmerksamkeit und Besorgnis. Für die israelischen Medien stehen der politische Wandel und die Tatsache, dass die traditionellen Parteien so deutlich verloren haben, im Zentrum vieler Analysen. Die Politik in Jerusalem indes äußerte sich bislang nicht zu dem Ergebnis.

Die Tageszeitung Yediot Acharonot hebt hervor, dass »fast die Hälfte der Berliner für die Linke, die AfD und das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) stimmten – drei Parteien außerhalb des traditionellen Spektrums von CDU, SPD und Grünen«. Besonders auffällig sei die Unterstützung der Linken unter jungen Wählern.

Für das Wirtschaftsmagazin »Globes« kommt das nicht überraschend: Die Zustimmung zur Linken sei in den vergangenen zwei Jahren stark gestiegen, vor allem wegen der Schwächung der zentralen Regierungsparteien und der öffentlichen Unzufriedenheit mit Lebenshaltungskosten, Wohnungsnot und steigenden Mieten, argumentiert das Blatt.

Eine der prominentesten Parteien bei Demos gegen Israel in Berlin

Globes erklärt zudem, dass nicht nur deutsche Staatsbürger, sondern alle in Berlin lebenden und gemeldeten EU-Bürger wahlberechtigt seien. Das gilt allerdings nur für das Votum zur Zusammensetzung der kommunalen Bezirksverordnetenversammlungen (BVV).

Das Magazin beschreibt Die Linke als Partei, die aus der wiedererstarkten ehemaligen Kommunistischen Partei Ostdeutschlands (SED) hervorgegangen ist. »Sie lehnt die NATO ab, setzt soziale Themen und die Unterstützung von Zuwanderung auf ihre Agenda und stellt sich gegen eine Förderung der Rüstungsindustrie.« Und weiter: Sie habe sich zu »einer der prominentesten Parteien bei Demonstrationen in Berlin für ein ›freies Palästina‹ und gegen Israel entwickelt«.

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