„Nicht das Gesicht Israels“: Sturm der Entrüstung gegen Ben-Gvir
21. Mai 2026 – 5. Siwan 5786
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»Nicht das Gesicht Israels«: Sturm der Entrüstung gegen Ben-Gvir
Der rechtsextreme Politiker steht in der Kritik, weil er ein Video veröffentlichte, in dem Aktivisten der Gaza-Flotille gedemütigt werden. Auch Regierungschef Benjamin Netanjahu distanzierte sich von seinem Minister
Es sind Bilder, die auf der ganzen Welt für Empörung sorgen. Dutzende Aktivisten der »Global Sumud Flotilla« knien mit gefesselten Händen auf dem Boden, Köpfe nach unten gedrückt. Im Hintergrund läuft die israelische Nationalhymne. Dazwischen tritt Israels rechtsextremer Minister Itamar Ben-Gvir ins Bild, schwenkt eine Fahne und verspottet die Festgenommenen. Was offenbar als demonstrative Machtdemonstration gedacht war, entwickelte sich binnen Stunden zu einer diplomatischen Krise.
Internationale Kritik an Ben-Gvir gehört inzwischen fast zum politischen Alltag. Doch diesmal traf die Empörung einen empfindlichen Nerv: Unter den Festgenommenen befanden sich Bürger mehrerer westlicher Staaten. Besonders deutlich fiel die diplomatische Reaktion in den entsprechenden Staaten aus. Mehrere Länder bestellten die israelischen Botschafter ein, um eine Erklärung zu erhalten, darunter Kanada, die Niederlande und Australien.
Israelische Botschafter in verschiedenen Ländern einbestellt
Der niederländische Außenminister sprach von »schockierenden und inakzeptablen« Bildern und erklärte: »Diese Behandlung verletzt die grundlegende Menschenwürde.« Besonders deutlich fiel die Reaktion aus Polen aus. Außenminister Radoslaw Sikorski schrieb auf X, Polen verurteile das Verhalten der israelischen Behörden gegenüber den Aktivisten »mit Nachdruck«. Auch hier wurde der Vertreter Israels einbestellt. Warschau forderte zudem die sofortige Freilassung der Aktivisten – und ausdrücklich eine Entschuldigung.
Auch die laute Empörung innerhalb Israels kam schnell. Oppositionsführer Yair Lapid sprach........
