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»Clanbosse gehören hinter Gitter, nicht auf Wahlpartys«

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22.09.2026

22. September 2026 – 11. Tischri 5787

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»Clanbosse gehören hinter Gitter, nicht auf Wahlpartys«

Die Linke steht nach den zahlreichen Antisemitismusvorfällen in der Partei nun wegen zwei Besuchern in der Kritik, die der organisierten Kriminalität und dem gegen Israel gerichteten Terrorismus zuzuordnen sind

 21.09.2026 22:22 Uhr

Nach dem Wahlsieg der Linke in Berlin will deren Spitzenkandidatin Elif Eralp Regierende Bürgermeisterin werden. Die Diskussion um ein führendes Berliner Clan-Mitglied bei einer Linke-Wahlparty und um Antisemitismus in der Partei drohen das zu erschweren. Und auch das Linken-Ziel der Vergesellschaftung großer Wohnungskonzerne dürfte die Suche nach Koalitionspartnern nicht leichter machen. 

Bei einer Wahlparty der Linken im Bezirk Neukölln tauchte am Wahlabend ausgerechnet ein führendes Mitglied eines Berliner Clans auf. Die Linke in Berlin-Neukölln betonte anschließend, dass es weder politische noch persönliche Beziehungen zu der Person gebe. »Uns war die Person und ihre Anwesenheit im Speziellen nicht bekannt, sie steht nicht auf unserer Anmeldeliste.«

Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) schrieb bei X: »Dass Issa Remmo auf der Wahlparty der Berliner Linken auftaucht, ist ein verstörendes Signal. Gerade eine Partei, die Verantwortung für unsere Stadt übernehmen will, muss unmissverständlich deutlich machen, dass es keinerlei Nähe zu Strukturen geben darf, die zur organisierten Kriminalität gehören.« CDU-Spitzenkandidat Stefan Evers sagte dem »Stern«: »Clanbosse gehören hinter Gitter, nicht auf Wahlpartys.«

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Der Neuköllner Linke-Bundestagsabgeordnete Ferat Kocak sagte auf Anfrage, er distanziere sich klar vom Besuch von Issa Remmo auf der Wahlparty. »Bei seinem Besuch war ich selbst nicht anwesend.« Die Wahlparty sei öffentlich zugänglich und grundsätzlich für alle offen gewesen.

Ein dpa-Reporter wurde am späteren Abend – kurz nachdem Remmos........

© Juedische Allgemeine