Was hat der Konflikt mit dem Iran Israel gebracht?
22. April 2026 – 5. Ijar 5786
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Was hat der Konflikt mit dem Iran Israel gebracht?
Eine ernüchternde Bilanz von Roman Haller
22.04.2026 17:26 Uhr
Aus israelischer Sicht war der Konflikt mit dem Iran nie eine Frage bloßer Machtpolitik, sondern eine existenzielle Bedrohung. Seit Jahrzehnten betrachtet Jerusalem das iranische Regime als strategischen Hauptgegner – wegen seines Atomprogramms, seiner Unterstützung antiisraelischer Milizen und seiner offenen Vernichtungsrhetorik. Doch nach der Eskalation, insbesondere dem Krieg im Juni 2025, stellt sich eine unbequeme Frage: Was hat dieser Konflikt Israel tatsächlich gebracht?
Sicherlich war dies ein militärischer Erfolg, aber kein strategischer Sieg. Die israelisch-amerikanischen Angriffe im Juni 2025 zielten darauf ab, das iranische Atomprogramm und die militärische Infrastruktur entscheidend zu schwächen. Kurzfristig konnte Israel damit seine militärische Überlegenheit demonstrieren und den Handlungsspielraum des Iran einschränken.
Doch der Preis war hoch: Der Iran reagierte mit Raketen- und Drohnenangriffen auf israelisches Gebiet. Damit verlagerte sich der Konflikt von einem jahrelangen Schattenkrieg hin zu einer offenen militärischen Konfrontation – mit direkten Folgen für die Zivilbevölkerung auf beiden Seiten, und das bis zur Gegenwart.
Das Ergebnis bleibt widersprüchlich: Die Abschreckung wurde gestärkt, doch gleichzeitig ist die Schwelle zum offenen Krieg deutlich gesunken.
Das iranische Regime folgt einer anderen Machtlogik
Der Iran: Ein Regime gegen das eigene Volk und mit einer anderen Logik von Macht. Aus israelischer Perspektive richtet sich die Feindschaft nicht gegen das iranische........
