Kerzen, Gebete und Warnungen - und Gedenken an Terroropfer
08. Oktober 2026 – 27. Tischri 5787
AboAngebote PrintAngebote E-PaperAbo-Service
AboAngebote PrintAngebote E-PaperAbo-Service
Kerzen, Gebete und Warnungen - und Gedenken an Terroropfer
Der 7. Oktober 2023 hat sich eingebrannt in das Gedächtnis - nicht nur bei Opfern und Angehörigen des islamistischen Terrorangriffs auf Israel. Zum Jahrestag gibt es besorgte Warnungen
07.10.2026 23:07 Uhr
Kerzen werden entzündet, Menschen nehmen sich in die Arme, es fließen Tränen: Zum dritten Jahrestag des Terrorangriffs der islamistischen Hamas auf Israel haben vielerorts in Berlin Menschen der Opfer gedacht. Zum zentralen Gedenken auf dem Bebelplatz in Berlin-Mitte versammelten sich Hunderte Menschen, darunter Politikerinnen und Politiker und Prominente wie die Schauspielerinnen Iris Berben und Andrea Sawatzki. Auch der Bundeskanzler und die Bundestagspräsidentin riefen zum Kampf gegen Antisemitismus auf.
Neben dem israelischen Botschafter Ron Prosor sprach Bundesinnenminister Alexander Dobrindt. Der CSU-Politiker rief zu einem entschlossenen Vorgehen gegen Antisemitismus auf: »Jeder einzelne antisemitische Angriff, meine Damen und Herren, ist für mich ein zusätzlicher Auftrag, weiter offensiv Partei zu ergreifen: für Jüdinnen und Juden in Deutschland, für den Staat Israel«, sagte Dobrindt auf dem Bebelplatz.
Nach Angaben eines Polizeisprechers versammelten sich rund 1.700 Menschen auf dem Platz an der Humboldt-Universität, dem Ort der Bücherverbrennung nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933. Stadtweit gab es am dritten Jahrestag des Terrorangriffs zahlreiche weitere kleinere Gedenkveranstaltungen.
Auf das Brandenburger Tor wurde am Abend die Fahne Israels projiziert - für einige Stunden.
Klöckner: Antisemitismus darf keinen Platz haben
Bundestagspräsidentin Klöckner rief zu Beginn einer Sitzung des Parlaments zum Kampf gegen Antisemitismus auf. »Jüdinnen und Juden müssen in unserem Land frei und sicher leben können«, sagte die CDU-Politikerin. »Das ist selbstverständlich, sollte selbstverständlich sein.« Antisemitismus dürfe keinen Platz........
