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Zwischen Medaillen und Menschlichkeit

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10.07.2026

10. Juli 2026 – 25. Tamus 5786

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Zwischen Medaillen und Menschlichkeit

Für die Schweizer Delegation ist klar, das Spiel ist wichtig, aber neue Freundschaften sind wichtiger

Am Morgen kämpfen sie um jeden Punkt. Sie jubeln, ärgern sich, leiden in der Hitze Israels, analysieren Taktiken und träumen von Medaillen. Wenige Stunden später sitzen dieselben Athletinnen und Athleten gemeinsam beim Abendessen, tauschen Telefonnummern aus, singen Karaoke oder planen bereits das Wiedersehen in drei oder vier Jahren. Wer dieser Tage durch das Kfar Maccabiah läuft, merkt schnell: Die Maccabiah ist weit mehr als ein internationales Sportfest. Sie ist Begegnungsort, Heimkehr und Familienfest zugleich.

Natürlich steht auch hier der Wettkampf im Mittelpunkt. Gespielt, gefochten und gekämpft wird mit höchstem Einsatz. Doch die Besonderheit der Maccabiah liegt vermutlich darin, dass hier Menschen aus der jüdischen Diaspora zusammenkommen – aus dutzenden Ländern, mit unterschiedlichen Sprachen, Kulturen und Lebensrealitäten. Was sie verbindet, ist eine gemeinsame Geschichte. Auf dem Spielfeld vertreten sie stolz ihre Landesflagge, so auch das Schweizer Team. »Doch davon verschwindet die nationale Herkunft oft erstaunlich schnell«, sagt die Zürcher Tennisspielerin Rona Richer, die zusammen mit elf anderen Athletinnen und Athleten aus der Schweiz angereist ist. Vier Betreuerinnen und Betreuer begleiten die Delegation.

»Das ist etwas vom Besten, was ich je gemacht habe.«

»Das ist etwas vom Besten, was ich je gemacht habe.«

Auch für den U16-Tischtennisspieler Dvir Rothschild, der ursprünglich aus Basel stammt, gehört die Begegnung mit Jugendlichen aus aller Welt zu den schönsten Erfahrungen überhaupt. Zwar seien die Spiele hart gewesen, doch viel wichtiger sei das Gefühl, dass alle irgendwie zusammengehörten. Sein sportliches Highlight war sein Sieg, der ihn ins Viertelfinale brachte. Noch mehr bleibt ihm aber das Miteinander in Erinnerung. »Das ist etwas vom Besten, was ich je........

© Juedische Allgemeine