Wie Höcke die AfD zur Abrissbirne der Demokratie machen will
18. Juni 2026 – 3. Tamus 5786
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Wie Höcke die AfD zur Abrissbirne der Demokratie machen will
Die jüngsten Aussagen des Thüringer AfD-Chefs zeigen einmal mehr, wes Geistes Kind Björn Höcke ist und was er mit Deutschland vorhat: nichts Gutes
»Wer ein Extremist ist, bestimme ich!«
Ein solcher Gedanke mag dem Thüringer AfD-Chef Björn Höcke gelegentlich durch den Kopf schwirren. Denn wie jetzt bekannt wurde, wollen die Delegierten auf dem Bundesparteitag der AfD in Erfurt am 4. und 5. Juli auch über eine Aufweichung des Extremismusbegriffs beraten. Nach dem Willen Höckes und seiner Mitstreiter soll die in der Parteisatzung verankerte Liste extremistischer Organisationen überarbeitet werden, die mit einer AfD-Mitgliedschaft unvereinbar sind.
Kritisiert wird auch die zugrundegelegte Extremismus-Definition des Bundesamtes für Verfassungsschutz. »Vage und berechnend willkürlich«, sei die, findet nicht nur Höcke - womöglich, weil die Definition auf ihn selbst ganz gut passt. Außerdem streben Höcke und Co. eine Verjährungsfrist an. Die würde es dann nach zehn Jahren auch einstigen Hardcore-Neonazis erlauben, sich in der AfD politisch zu engagieren.
Pünktlich zum 100. Jahrestag des NSDAP-»Neugründungs-Parteitags«, der nicht in Erfurt, sondern im nahegelegenen Weimar stattfand, arbeitet Björn Höcke mit Hochdruck daran, seine Partei immer weiter nach rechts zu rücken. Dazu gehören auch subtile Signale, wie zuletzt bei einem Gespräch mit dem Schweizer Journalisten Roger Köppel.
Ist der Holocaust nicht »im Namen des deutschen Volkes« passiert?
Im zweistündigen »Weltwoche Daily«-Podcast äußerte sich Höcke hinsichtlich des deutschen Massenmordes an sechs Millionen Juden im Zweiten Weltkrieg wie folgt: »Ich möchte aber feststellen, es ist nicht im deutschen Namen passiert. Es ist unter den Bedingungen einer Diktatur passiert, und es wurde ein Riesen-Geheimnis darum gemacht.« Sicher, es habe Mitläufer gegeben, keine Frage. »Aber dieses Verbrechen ist nicht im Namen des deutschen Volkes passiert«, dozierte der AfD-Vordenker.
In einer Zeit, in der halb Deutschland die NSDAP-Mitgliederkartei durchforstet und Zehntausende plötzlich einen »Nazi-Opa« im Stammbuch........
