Attentat auf Synagoge - Amokläufer offenbar erschossen
12. März 2026 – 23. Adar 5786
AboAngebote PrintAbo-Service
AboAngebote PrintAbo-Service
Attentat auf Synagoge - Amokläufer offenbar erschossen
Ein Amokläufer hat im Nordwesten von Detroit ein jüdisches Gemeindezentrum angegriffen, neben dem sich auch ein Kindergarten befindet
12.03.2026 20:11 Uhr
Auf die Temple-Israel-Synagoge in dem 6000-Einwohner-Ort West Bloomfield im US-Bundesstaat Michigan ist am Donnerstag ein Anschlag verübt worden. Aus dem Gebäude, in dem sich auch ein Kindergarten befindet, entwich am frühen Nachmittag (Ortszeit) schwarzer Rauch.
Offiziellen Angaben zufolge rammte gegen 12.30 Uhr (Ortszeit) ein bewaffneter Mann einen LKW in das Gebäude. Es kam zu einem Schusswechsel mit der Polizei, die mit einem Großaufgebot zum Tatort gekommen war.
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.
Soziale Netzwerke zulassen
Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.
Der Direktor des US-Bundespolizei FBI, Kash Patel, bestätigte auf X den Einsatz an der Synagoge. Ersten Informationen der Polizei zufolge gab es keine Verletzten.
Der Sheriff von Oakland County, Michael Bouchard, und der Polizeichef von West Bloomfield, Dale Young, erklärten am Nachmittag, man sei sich nicht sicher, ob es sich um einen Terroranschlag handele. Mindestens eine Person sei zur Synagoge gekommen und von den Sicherheitskräften identifiziert worden.
Bouchard erklärte: »Wir versuchen herauszufinden, ob es sich um mehr als eine Person handelt.« Er forderte alle Menschen in den unmittelbaren Umgebung auf, ihre Häuser nicht zu verlassen und sich vom Tatort fernzuhalten. Die jüdische Vorschule sei evakuiert worden, so der Polizeichef weiter, und alle jüdischen Einrichtungen in der Region würden bis zur Klärung des Vorfalls stark bewacht.
Zunächst hieß es, der Attentäter sei noch nicht gefasst worden. Später meldeten Medien dann aber, er sei von der Polizei erschossen worden. Die Gouverneurin des Bundesstaates Michigan, Gretchen Whitmer, verurteilte den Angriff als antisemitischen Akt. mth
»Bewaffneter Vorfall« in Synagoge in Norwegen
Im norwegischen Trondheim drang ein bewaffneter Mann in die Synagoge ein. Die Polizei konnte ihn festnehmen
»Ich wurde von Idioten entführt«
903 Tage lang war die russisch-israelische Wissenschaftlerin Elizabeth Tsurkov als Geisel in der Gewalt pro-iranischer Terroristen. Dies ist ihre persönliche Feldstudie zur Brutalität autoritärer Regime
von Elizabeth Tsurkov 12.03.2026
Steckt der Iran hinter dem Terroranschlag von Lüttich?
Ein Bekennervideo, das die Explosion vor der Lütticher Synagoge am frühen Montagmorgen zeigt, deutet auf einen islamistischen Hintergrund der Tat hin
Älteste Holocaust-Überlebende Mollie Horwitz wird 110 - oder gar 113
Mit 110 Jahren steigen Hochbetagte auf in die Gruppe der »Supercentenarians«, von denen es nicht viele auf der Welt gibt. Gehört Mollie Horwitz jetzt dazu oder schon seit drei Jahren, wie Wissenschaftler vermuten?
von Christiane Laudage 11.03.2026
Belgische Juden fordern Antisemitismusbeauftragten
Nach dem Sprengstoffanschlag auf die Synagoge von Lüttich verlangt der jüdische Dachverband CCOJB größere Anstrengungen der Politik im Kampf gegen Judenhass
Schweiz: Dauerbelastung durch Judenhass
In seinem Jahresbericht zum Antisemitismus verzeichnet der Schweizerische Israelitische Gemeindebund (SIG) zwar einen Rückgang bei tätlichen Angriffen - aber einen massiven Zuwachs im Online-Bereich
von Michael Thaidigsmann 10.03.2026
Wenige Juden, viele Debatten
Jüdisches Leben pendelt seit 1989 zwischen Sichtbarkeit und Verschwinden. Eine Begegnung mit dem früheren Dissidenten, Aktivisten und Publizisten Konstanty Gebert
von Nicole Dreyfus 09.03.2026
Europäische Rabbiner tagen in Berlin
Die Hauptstadt ist seit Montag Treffpunkt von rund 180 Rabbinern aus ganz Europa
Iraner wegen Ausspähung jüdischer Einrichtungen verhaftet
Die Antiterroreinheit der Londoner Polizei hat in der Nacht zehn Personen festgenommen, darunter vier mutmaßliche Spione der Islamischen Republik
+49 30 275833 0 Mo-Do 9-17 Uhr Fr 9-14 Uhrverlag@juedische-allgemeine.deredaktion@juedische-allgemeine.de
© 2026 Jüdische Allgemeine Impressum/Datenschutzerklärung/AGB/Privatsphäre
