Antisemitismus am Denkmal für einen Antisemiten
03. Juli 2026 – 18. Tamus 5786
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Antisemitismus am Denkmal für einen Antisemiten
Ausgerechnet am umstrittenen Denkmal für den einstigen Wiener Bürgermeister Karl Lueger ist es zu einem judenfeindlichen Eklat gekommen
03.07.2026 20:56 Uhr
Am umstrittenen Denkmal für den einstigen Wiener Bürgermeister Karl Lueger (1844-1910) ist es offenbar zu einem antisemitischen Vorfall gekommen. Wie die Tageszeitung »Der Standard« und andere österreichische Medien berichteten, wurde der jüdische Künstler Alon Ishay, Ex-Präsident des Verbands der Jüdischen österreichischen Hochschüler:innen (JöH), von einem aufgebrachten als »Scheiß Judensau« beschimpft, bespuckt und tätlich angegriffen.
Ishay, der in Frankfurt geboren wurde und vor sechs Jahren nach Wien zum Studium kam, hatte das Denkmal für den als Antisemiten verrufenen Lueger mit Stickern beklebt, auf denen »Schande« stand, und mit Sprühkreide Fußabdrücke auf den Boden gesprüht. Ishays Aussagen zufolge entstand durch die Aktion kein Schaden am Denkmal. Sie war Teil eines Rundgangs, an dem auch laut »Standard« auch der jüdische Schriftsteller Doron Rabinovici, Dozenten der Universität für angewandte Kunst und deren Vizerektorin Gerhild Steinbuch teilnahmen.
Dennoch kamen rund 20 Polizeibeamte mit Blaulicht zum Denkmal, um die Aktion zu unterbinden. Gegen Ishay und Steinbuch wurden laut »Standard« Anzeigen wegen der Störung der........
