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„So weit ist es also gekommen“

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27.04.2026

27. April 2026 – 10. Ijar 5786

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»So weit ist es also gekommen«

Israelfeindliche Aktivisten haben erneut ein Fakultätsgebäude besetzt - obwohl die belgische Uni bereits vor zwei Jahren die Kooperation mit drei israelischen Hochschulen beendet hatte

Rund hundert israelfeindliche Studierende halten seit fünf Tagen ein Fakultätsgebäude an der Universität Gent in Belgien besetzt. Dort haben sie Zelte aufgebaut. Ihre Forderung: der völlige Boykott israelischer Partnereinrichtungen, die sie als »genozidale Institutionen« bezeichnen.

Auf einem in den sozialen Netzwerken verbreiteten Video sind mehrere in Kufiyas gehüllte Menschen zu sehen. Einer von ihnen verliest die Botschaften der Besetzer. »Wir werden nicht aufhören, bis alle unsere Forderungen erfüllt sind«, sagt der vermummte Mann auf Englisch mit einem unverkennbarem flämischen Akzent.

Ruhig liest er von seinem Smartphone ab: »Die erste Forderung: Die UGent muss alle Beziehungen mit Institution des zionistischen Entität abbrechen. Zweitens fordern wir, dass UGent keine neuen Vereinbarungen mehr eingehen darf. Schließlich fordern wird, dass UGent handeln muss, damit die zionistische Entität aus dem Horizon Europe 2028 ausgeschlossen wird.« Die Zukunft des milliardenschweren EU-Forschungsförderungsprogramms wird aktuell in Brüssel verhandelt; Israel ist seit einigen Jahren an Horizon Europe beteiligt.

Sympathien der Uni-Rektorin

Als sich Petra De Sutter, Rektorin der Genter Hochschule, zum Gespräch mit den Besetzern begibt, wird sie zunächst brüsk abgewiesen. Man werde erst mit ihr sprechen, wenn alle Forderungen der Protestierer erfüllt seien, hieß es. De Sutter, die seit Oktober 2025 als Rektorin amtiert und zuvor Grünen-Politikerin und stellvertretende belgische........

© Juedische Allgemeine