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Flamingos gegen Kushner

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16.06.2026

16. Juni 2026 – 1. Tamus 5786

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Flamingos gegen Kushner

In Tirana wächst der Widerstand gegen einen Inselverkauf. Präsident Edi Rama wirft den Demonstranten Antisemitismus vor. Zu Recht?

Tirana ist derzeit Schauplatz zahlreicher Demonstrationen. »Albanien steht nicht zum Verkauf« ist auf vielen Transparenten zu lesen. Ebenfalls omnipräsent sind pinke Flamingos aus Papier und Plastik, deren Hälse aus der Menge der Protestierenden herausragen.

Denn viele Albanerinnen und Albaner befürchten, dass durch eine neue Luxus-Ferienanlage, die auf einer vorgelagerten Insel gebaut werden soll, auch die einzigartige Tierwelt gefährdet werden könnte – so auch in der Narta-Lagune unweit der Insel Sazan, wo tatsächlich viele Flamingos leben. Im Wasser tummeln sich auch Meeräschen, Brassen sowie der rhombische Nagelrochen und die gefährdete Mittelmeer-Mönchsrobbe. An der Küste brüten Krauskopfpelikane, Korallenmöwen und Kiebitzregenpfeifer und in den Sanddünen legen Meeresschildkröten ihre Eier ab.

Genau dort wollen Atlantic Incubation Partners LLC bauen – ein Unternehmen, das mit den Firmen von Jared Kushner, Schwiegersohn und Sondergesandter Donald Trumps, in Verbindung steht. Dem Unternehmen wurde von der Regierung unter Ministerpräsident Edi Rama der Status eines »strategischen Investors« zugesprochen, was beschleunigte Verfahren ermöglicht.

Legitimer Protest und antisemitische Kommentare

Die Proteste, die nun stattfinden, richten sich nicht nur gegen intransparente Entscheidungsprozesse und die Gefährdung der Biodiversität. Es ist noch nicht einmal geklärt, wem einige der Grundstücke überhaupt gehören. Man vermutet, die Regierung verkaufe diesen paradiesischen Küstenabschnitt nur, damit sich befreundete Geschäftsleute bereichern können.

In den........

© Juedische Allgemeine