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Erinnerungen an Schawuot in Be’eri

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21.05.2026

21. Mai 2026 – 5. Siwan 5786

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Erinnerungen an Schawuot in Be’eri

Unsere Autorin ist in dem Kibbuz aufgewachsen, der durch das Massaker traurige Bekanntheit erlangte. Eines der prägendsten Feste ihrer Kindheit war das Wochenfest – wird jene Freude je wieder zurückkehren?

Ich bin in Be’eri aufgewachsen. Der Kibbuz vor dem Massaker vom 7. Oktober ist für mich voller Erinnerungen an Güte, Stärke, Liebe, Feste und Kultur. Die Feiertage haben wir immer gemeinsam gefeiert – der ganze Kibbuz. Hunderte Menschen, die gesamte Gemeinschaft, festlich gekleidet, versammelt vom ältesten bis zum jüngsten Mitglied.

Ich erinnere mich an das Schawuotfest schon aus meiner Kindergartenzeit. Gemeinsam mit unserer Erzieherin Hasida gingen wir vom Kindergarten »Kalaniyot« – den Anemonen – zur Feier auf die große Wiese. Nimrod und ich waren die Ältesten der Gruppe, und wir wurden ausgewählt, die Erstlingsfrüchte unseres Kindergartens auf die Bühne zu bringen. Die Zeremonie wurde von meinem Vater gestaltet, dem Dichter Andad Eldan. Das Fest war geprägt von Landwirtschaft, den verschiedenen Arbeitszweigen des Kibbuz und den jüdischen Traditionen.

Jeder Bereich des Kibbuz brachte seine ersten Erträge auf die Bühne: Weizen, die ersten Feigen und Trauben. Ein Moderator lud die Mitglieder ein, die Früchte ihrer Arbeit vorzustellen. Danach gab es auf der großen Wiese Stände der verschiedenen Arbeitsbereiche – Spiele, Traktoren, Werkzeuge. Und ein gemeinsames Picknick im Gras, Musik im Hintergrund und unendlich viel Freude. Die Freude an der Arbeit, am Miteinander und am Erschaffen.

Das letzte Fest, das wir vor dem 7. Oktober gemeinsam im Kibbuz feierten, war Schawuot. Auch meine Eltern kamen damals zur Feier auf der Wiese nahe der Druckerei am Eingang des Kibbuz. Ich fotografierte sie dort. Wenn ich die Bilder heute betrachte, sehe ich auch Freunde, die nur wenige Monate später beim Massaker vom 7. Oktober ermordet wurden.

»Am 7. Oktober 2023 fühlte es sich an, als wäre alles zerstört worden – Freude, Schaffen, Arbeit –, niedergeschlagen durch die zerstörerische Gewalt aus........

© Juedische Allgemeine