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Bei den koscheren Panthern

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26. Oktober 2026 – 15. Cheschwan 5787

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Bei den koscheren Panthern

Seit 2015 gibt es an der Florida International University die jüdische Studierendenorganisation »Hillel«. Zu Besuch an einem Nachmittag im Oktober

Kurz nach eins an einem Donnerstag im hellen Atrium der Florida International University. Da hinten schlendern ein paar Studenten mit den verpackten Resten ihres Lunchs, dort drüben steht ein Grüppchen und redet, telefoniert, auf der einen Seite macht es sich jemand auf einer der vielen Lounge-Sitzen bequem – in der Mitte eilen Studierende durch den breiten Gang, manche so schnell, als würden sie schon jetzt zehn Minuten zu spät zum Seminar kommen. Sie laufen im Takt der Musik, die durchs Atrium schallt. 

Weiter hinten, vorbei an den dicken dunkelblau gestrichenen Säulen mit dem mutigen Panther – das Maskottchen der FIU – ist der Hillel Hub. Und wenn sich die Tür zum dem Treffpunkt für jüdische Studierende schließt, bleiben all die Stimmen, die sich im riesigen Atrium gerade noch überlagerten, die eilig umherlaufenden Studierenden, die Telefonierenden erst einmal draußen. In dem mittelgroßen Raum ist es so ruhig, dass ein Stuhl, den Ron gerade noch zurechtrückt zu hören ist. Große Sofas stehen in der Mitte, in den Regalen liegen Hillel-Pullover, Wimpel, Kisten mit allerhand Hillel-Werbeartikeln. 

Lia kommt eigentlich aus Barcelona

An der Wand lehnen Papptafeln, die von der letzten Demonstration gegen das Vergessen des 7. Oktober übrig geblieben sind – »Remember Nova – Remember Their Names« steht mit rotem Filzstift darunter der Name von Shani Louk, Ziv Frenkel oder Ben Shimoni. »Wir wollten zeigen, dass sie immer bei uns sind«, sagt Lia. Die 21-Jährige lebt seit zwei Jahren in den USA und studiert Wirtschaft. Eigentlich kommt sie aus Barcelona, einer Stadt, die sie immer noch liebt, in der sie aufgewachsen ist, aber die ihr über die Jahre fremd geworden ist. Der Wunsch, in einem Land die Schule zu beenden und dort auch mit dem Studium anzufangen, in dem es alltäglicher ist, jüdisch zu sein, war größer.

»Ich bin tatsächlich nach Miami gekommen, weil ich nach einer größeren jüdischen Gemeinschaft gesucht habe. Besonders nach dem 7. Oktober 2023. In Spanien habe ich mich irgendwie allein gefühlt«, sagt Lia mit einem weinenden und einem vermissenden Auge, denn ihre Familie fehle ich sehr. Umso schöner, erzählt sie, sei es, mit Hillel eine Art Ersatzfamilie gefunden zu haben. In Jon, dem Hillel-Leiter, in ihrem Kommilitonen Ascher, Ron oder Vlad – ihnen muss sie nicht erklären, wie es ihr geht, wenn sie an Schildern mit »From the River to the See« vorbeigeht oder wenn jemand den 7. Oktober ins........

© Juedische Allgemeine