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Ein Boykott, der auch den Palästinensern schadet

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15.04.2026

15. April 2026 – 28. Nissan 5786

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Ein Boykott, der auch den Palästinensern schadet

Ein Boykott, der auch den Palästinensern schadet

Das Studierendenparlament der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf würde gerne die akademische Kooperation mit Israel beenden. Dabei ist interkultureller Austausch nicht zuletzt für die Friedensbemühungen in Nahost essenziell

Es ist ein weiterer Tiefpunkt des Studierendenparlaments der Heinrich-Heine-Universität (HHU) Düsseldorf. Mit großer Mehrheit und parteiübergreifend wurde einem Beschluss zugestimmt, der den akademischen Boykott aller israelischen Universitäten fordert. Der Vorwurf: Die Universitäten im jüdischen Staat seien nicht unabhängig, würden die israelische Armee unterstützen und am »Genozid« mitbeteiligt sein.

Vor allem letzterer Vorwurf wurde während der Sitzung des Parlaments am Montag, an der ich als Gast und Vertreter der jüdischen Studierenden Düsseldorfs teilgenommen habe, mehrfach wiederholt, und gleichzeitig wurde die Rolle der Terrororganisation Hamas heruntergespielt. Der Tenor: Israel ist das Böse im Nahen Osten schlechthin. Auf die Frage, ob Israel ein Existenzrecht habe, wurde geantwortet, dass die Menschen in Israel ein solches Recht hätten, das Land jedoch nicht.

Gegenbeweise und Argumente werden von den Studierendenvertretern systematisch........

© Juedische Allgemeine