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„Sie sollten sich schämen“

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23. August 2026 – 10. Elul 5786

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»Sie sollten sich schämen«

Die langjährige ARD-Autorin Rita Knobel-Ulrich übt scharfe Kritik an Sophie von der Tann und den Initiatoren des Katharina-Zell-Preises. Ein offener Brief

Der Landesverband Evangelische Frauen in Hessen und Nassau zeichnet die ehemalige Israel-Korrespondentin der ARD, Sophie von der Tann, mit dem Katharina-Zell-Preis 2026 aus. Die Verleihung findet am 7. September 2026 in der Jugendkirche St. Peter in Frankfurt am Main statt. In dem hier dokumentierten offenen Brief kritisiert die Autorin und Filmemacherin Rita Knobel-Ulrich die Entscheidung des Landesverbands sowie die Berichterstattung von der Tanns scharf.

Sehr geehrte Mitglieder des Landesverbandes Evangelische Frauen in Hessen und Nassau,

mit Befremden habe ich gelesen, dass Sie der ehemaligen Nahost-Korrespondentin von der Tann den Katharina-Zell-Preis verleihen wollen.

Ausdrücklich sprechen Sie von mutigem und unerschrockenem Einsatz, von sachlicher und verständlicher Einordnung eines hochkomplexen Konflikts.

Der Konflikt ist tatsächlich hochkomplex. Als häufiger Zuschauer von TS und TT kann ich allerdings nicht feststellen, dass Sophie von der Tann den Konflikt sachlich begleitet hätte.Sie hat ständig Bilder aus Gaza verwendet, von denen sie nicht wusste, unter welchen Bedingungen sie entstanden sind. Aus eigener Berichterstattung für den NDR weiß ich, dass nicht ein Bild den Gazastreifen verlässt, ohne dass die Hamas und ihre Gefolgsleute die Hand darauf legen. Jeder Gesprächspartner, jedes Bild wird von der Hamas kontrolliert. Unabhängigen Journalismus gibt es dort nicht. Sonst bezahlen das Kameraleute und Reporter mit dem Leben. Oder warum denken Sie, gab es nur vereinzelt Bilder von den Massakern der Hamas an Palästinensern, die versucht haben, sich gegen deren Terror aufzulehnen? Das erste, was die Hamas nach dem Waffenstillstand machte, waren Massenerschießungen im Gazastreifen. Davon erfuhr man von Frau von der Tann........

© Juedische Allgemeine