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Wie Fans Attentäter feiern - und welche Gefahren das birgt

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04. September 2026 – 22. Elul 5786

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Wie Fans Attentäter feiern - und welche Gefahren das birgt

Attentätern wird oft in sozialen Netzwerken gehuldigt. Eine Studie der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württember zeigt, wie leicht gerade Minderjährige an solche Inhalte kommen

Ob Amokläufe in Schulen, rassistische oder antisemitische Attentate: Im Grunde kann man die Uhr danach stellen, wann solche Vorfälle im Netz debattiert werden. Da gibt es nicht nur Entsetzen oder Anteilnahme für Opfer und Hinterbliebene. Eine »Fanszene« feiert oft die Täter. Die Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg (LFK) hat sich das Phänomen im Rahmen einer Schwerpunktanalyse genauer angeschaut.

Auf sozialen Netzwerken kursieren Inhalte, die Attentätern oder Amokläufern huldigen. Nutzer und Nutzerinnen heroisieren sie, suggerieren romantische oder freundschaftliche Beziehungen zu ihnen oder verherrlichen, verharmlosen oder billigen ihre Taten.

Mit Blick auf Rechtsterroristen hält der Verfassungsschutz Baden-Württemberg fest, dass Online-Akteure der »Attentäter-Fanszene« oft recht jung seien. »Dennoch weisen sie eine extreme Gewaltaffinität auf, wodurch sie innerhalb der Szene sowohl sich selbst als auch andere Personen immer weiter radikalisieren.«

Zum einen werden Menschen laut Verfassungsschutz im Extremfall dazu motiviert, Gewaltfantasien umzusetzen. »Die Attentäter-Fanszene gilt dabei auch deshalb als besonders gefährlich, weil sie sich selbst verstärkt«, heißt es ähnlich in der LFK-Schwerpunktanalyse. Jede Gewalttat könne zu einer neuen Welle an Fan-Inhalten führen. Zum anderen können derartige Darstellungen und Kommentare gegen Jugendschutzrecht verstoßen, wie die für den Jugendmedienschutz im Internet zuständige LFK betont. Werden Straftaten gebilligt, könnte das außerdem strafrechtlich relevant sein.

»Die eigentliche Tat übertrumpfen«

Es gibt KI-generierte Videos, in denen Täter tanzend gezeigt werden, während die Anzahl der ermordeten Opfer eingeblendet wird (Rampage-Dance-Videos). Es gibt Gameplay-Videos, in denen Anschläge oder Amokläufe nachgespielt werden. »Ziel ist dabei oft, die eigentliche Tat zu übertrumpfen«, sagt ein........

© Juedische Allgemeine