Wahl-Patt in Israel: Netanjahu und Eisenkot suchen Partner
29. Oktober 2026 – 18. Cheschwan 5787
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Wahl-Patt in Israel: Netanjahu und Eisenkot suchen Partner
Kein Lager hat eine Mehrheit, die Regierungsbildung dürfte schwierig werden. Während erste Gespräche laufen, erhebt Netanjahus Partei schwere Wahlbetrugsvorwürfe
29.10.2026 05:26 Uhr
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und sein Herausforderer Gadi Eisenkot haben nach der Parlamentswahl erste Fühler nach möglichen Koalitionspartnern ausgestreckt. Zwar liegt Netanjahus rechtsreligiöses Lager nach Auszählung der meisten Stimmen vor dem Oppositionsblock. Eine klare Mehrheit für die Regierungsbildung zeichnet sich bislang jedoch nicht ab. Heute wird das vorläufige amtliche Endergebnis erwartet.
Netanjahu habe bereits mit dem Vorsitzenden der Partei Religiöser Zionismus, Bezalel Smotrich, und dem Vorsitzenden der rechtsextremen Partei Ozma Jehudit, Itamar Ben-Gvir, gesprochen, berichtete das israelische Nachrichtenportal »Ynet«. Beide sind schon jetzt Teil der Regierung, die so weit rechts steht wie keine zuvor in Israels Geschichte. Im weiteren Verlauf wolle Netanjahu - der schon jetzt am längsten amtierende Ministerpräsident des Landes - auch Gespräche mit den ultraorthodoxen Parteien führen, hieß es.
Obwohl die Wahl bereits am Dienstag stattfand, sind die Stimmen noch immer nicht komplett ausgezählt. Nach Auszählung von rund 90 Prozent der Stimmen kam Netanjahus Lager auf 53 der 120 Sitze im Parlament. Das ebenfalls mehrere Parteien vereinende Mitte-Rechts-Lager seines wichtigsten Rivalen, des früheren Militärchefs Gadi Eisenkot, holte demnach 48 Sitze.
Auch Eisenkot zu Regierungsbildung bereit
Obwohl sich auch für sein Lager keine klare Mehrheit abzeichnet, bekräftigte Eisenkot auf der Plattform X seinen Willen, einen politischen Wandel herbeizuführen. Er wolle eine »zionistische Regierung« bilden, die eine Wehrpflicht auch für ultraorthodoxe Männer anstrebe - ein seit langem heiß diskutiertes Streitthema in Israel. Dies........
