Raphaël Glucksmann will Präsident werden – und spaltet die Linke
25. August 2026 – 12. Elul 5786
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Raphaël Glucksmann will Präsident werden – und spaltet die Linke
Der jüdische Europaabgeordnete stammt aus einer politisch und intellektuell geprägten Familie
25.08.2026 11:39 Uhr
Raphaël Glucksmann hat seine Kandidatur für die französische Präsidentschaftswahl 2027 offiziell gemacht. Der jüdische Europaabgeordnete und Mitgründer der Partei Place Publique erklärte, er wolle für das höchste Staatsamt antreten. Damit beteiligt er sich zugleich an der für Oktober geplanten Vorwahl des sozialdemokratischen Lagers.
»Ich kandidiere, um Frankreich wieder aufzurichten, denn wir alle haben einen Kloß im Bauch, wenn wir sehen, was aus unserer Nation gerade wird und was in den kommenden Monaten aus ihr werden könnte«, sagte Glucksmann laut »Le Figaro«. Er bezeichnete sich zugleich als »Kandidat, der gewinnen will«.
Die Reaktionen aus dem linken und grünen Lager fielen unterschiedlich aus. Der frühere Präsidentschaftskandidat der Grünen, Yannick Jadot, stellte sich demonstrativ hinter Glucksmann. Er unterstütze dessen Kandidatur »ohne zu zögern« und »mit Begeisterung«, sagte Jadot. Glucksmann sei seiner Ansicht nach am ehesten in der Lage, soziale Gerechtigkeit, Klimaschutz und die Aussicht auf einen Wahlsieg miteinander zu verbinden.
Ganz anders äußerte sich die Grünen-Abgeordnete Sandrine Rousseau. Sie bezeichnete die Ankündigung als wenig überraschend: »Das war erwartet worden. Jetzt ist es geklärt. Nachdem wir so lange auf diese Ankündigung gewartet haben.« Eine Unterstützung seiner Präsidentschaftskampagne schloss Rousseau ausdrücklich aus.
Die Grünen-Politikerin setzt stattdessen auf eine Verständigung innerhalb ihres eigenen politischen Lagers und auf spätere Gespräche mit La France Insoumise (LFI). Sie wolle innerhalb ihrer Partei dafür sorgen, dass es zunächst eine Abstimmung gebe, aus der anschließend eine politische Allianz hervorgehen könne.
Auch von konservativer Seite kam eine zurückhaltende Bewertung. Valérie Pécresse, die Präsidentin der Region Île-de-France, bescheinigte Glucksmann zwar Erfahrung, ein eigenes Programm und »menschliche Substanz«. Nun........
