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Mehr als 6000 Unterzeichner weisen Vorwurf des Völkermords gegen Israel zurück

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28. September 2026 – 17. Tischri 5787

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Mehr als 6000 Unterzeichner weisen Vorwurf des Völkermords gegen Israel zurück

»Wir, die Unterzeichner, sind empört und angewidert über die jüngste Blutverleumdung gegen das jüdische Volk: die Lüge, dass Israel in Gaza einen ›Genozid‹ begangen habe«, heißt es in dem Schreiben

 28.09.2026 13:06 Uhr

Mehr als 6000 Wissenschaftler, Historiker, Juristen und Politiker haben einen offenen Brief unterzeichnet, in dem sie den Vorwurf zurückweisen, Israel habe im Gazastreifen einen Völkermord begangen. Zu den Unterzeichnern gehören unter anderem der Harvard-Professor und Publizist Steven Pinker, die Historiker Niall Ferguson und Benny Morris sowie die Holocaust-Historikerin Deborah Lipstadt.

Der Brief beginnt mit scharfen Worten: »Wir, die Unterzeichner, sind empört und angewidert über die jüngste Ritualmordlegende gegen das jüdische Volk: die Lüge, dass Israel in Gaza einen ›Genozid‹ begangen habe. Wir weisen diese Anschuldigung zurück.«

Veröffentlicht wurde der Aufruf Anfang September von Creative Community for Peace. Zu den Autoren gehören Yossi Klein Halevi, Rabbiner Yitz Greenberg, Rabbiner Micha Odenheimer und der Historiker Jonathan Karp von der Binghamton University. Zunächst trugen sich mehr als 5000 Menschen ein, inzwischen sind es mehr als 6000.

Außergewöhnliche Bedingungen

Die Autoren betonen, dass ihre Zurückweisung des Genozidvorwurfs nicht bedeute, dass es innerhalb der jüdischen Gemeinschaft keine Kritik an der israelischen Kriegsführung gebe: »Innerhalb der jüdischen Gemeinschaft gibt es eine intensive Debatte über Aspekte der Kriegsführung. Das ist ein Zeichen moralischer Gesundheit. Dasselbe gilt für unseren Schmerz über jedes verlorene unschuldige Leben. Aber wir müssen uns darin vereinen, die Lüge des Genozids zurückzuweisen.«

Als Begründung führen die Unterzeichner unter anderem die außergewöhnlichen Bedingungen der Kämpfe an. Sie schreiben: »Die beispiellosen Kampfbedingungen dieses Krieges – Hunderte Kilometer an Tunneln, Tausende mit Sprengfallen versehene Häuser – die Gleichsetzung von Kombattanten mit ›Journalisten‹ und ›Menschenrechtsaktivisten‹, das Verhältnis von zivilen zu terroristischen Opfern, das für asymmetrische urbane Kriegsführung als niedrig gilt, das Ausbleiben einer Massenhungersnot trotz wiederholter........

© Juedische Allgemeine