Hohe Wahlbeteiligung und Streit um Stimmzettel
27. Oktober 2026 – 16. Cheschwan 5787
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Hohe Wahlbeteiligung und Streit um Stimmzettel
Die Wahlbeteiligung ist so hoch wie seit rund 50 Jahren nicht mehr, gleichzeitig legt die Partei von Netanjahu-Herausforderer Gadi Eisenkot Beschwerde bei der Wahlaufsicht ein
27.10.2026 12:45 Uhr
Bei der Parlamentswahl in Israel zeichnet sich eine vergleichsweise hohe Wahlbeteiligung ab. Bis zum Mittag hatten nach Angaben der Zentralen Wahlkommission 31,5 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. Bei der vorangegangenen Knesset-Wahl im Jahr 2022 waren es zum gleichen Zeitpunkt 28,4 Prozent gewesen. Einen ähnlich hohen Wert zur Mittagszeit hatte es zuletzt 1973 gegeben, bei der ersten Parlamentswahl nach dem Jom-Kippur-Krieg.
Auch innerhalb der israelischen Streitkräfte wird rege gewählt. Nach Angaben der Armee hatten bis 10 Uhr morgens 30 Prozent der Soldaten ihre Stimme abgegeben. Bei der Wahl vor vier Jahren lag der Vergleichswert zu diesem Zeitpunkt bei 25,7 Prozent. Die IDF hatte bereits eine Woche vor dem eigentlichen Wahltag mit der Stimmabgabe begonnen. Dafür wurden 850 Wahllokale auf Militärstützpunkten in Israel und außerhalb des Landes eingerichtet.
Ministerpräsident Benjamin Netanjahu nutzte den Wahltag für einen persönlichen Aufruf zur Teilnahme. Gemeinsam mit seiner Frau Sara gab er in Jerusalem seine Stimme ab. Anschließend wandte er sich an die Bevölkerung: »Geht wählen!«
Unterdessen sorgten Berichte über mögliche Unregelmäßigkeiten in Wahllokalen für Auseinandersetzungen. Die Partei Yashar von Gadi Eisenkot reichte bei der Zentralen Wahlkommission eine dringende Beschwerde ein. Nach Angaben der Partei waren an verschiedenen Orten Stimmzettel mit ihrem Namen entfernt, beschädigt oder umgedreht........
