Historische Allianz: Yoav Segalovitz tritt für arabische Ra’am-Partei an
01. September 2026 – 19. Elul 5786
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Historische Allianz: Yoav Segalovitz tritt für arabische Ra’am-Partei an
Für die Partei ist der Schritt ein Novum. Sie hat bislang keinen jüdischen Abgeordneten auf ihrer Liste geführt
01.09.2026 10:00 Uhr
Der frühere Knesset-Abgeordnete Yoav Segalovitz will bei der Parlamentswahl am 27. Oktober gemeinsam mit der arabischen Ra’am-Partei antreten. Parteichef Mansour Abbas und der jüdische Zionist sowie ehemalige hochrangige Polizeibeamte gaben die ungewöhnliche Zusammenarbeit am Montagabend in Nazareth bekannt. Segalovitz soll laut einem Bericht der »Times of Israel« voraussichtlich auf Platz zwei der Wahlliste hinter Abbas kandidieren.
Für Ra’am ist der Schritt ein Novum. Die überwiegend arabische Partei hat bislang keinen jüdischen Abgeordneten auf ihrer Liste geführt. Anders als bei der ebenfalls überwiegend arabisch geprägten Hadash, auf deren Listen bereits seit Jahren jüdische Politiker kandidieren, betritt Ra’am damit politisches Neuland. In den aktuellen Umfragen kommt die Partei auf etwa vier bis fünf Sitze.
Abbas stellte die Entscheidung als Signal gegen die zunehmende gesellschaftliche Spaltung in Israel dar. »In jeder Generation gibt es einen Moment, in dem Angst und Hoffnung gemeinsam in einem Raum stehen. Heute Abend hat in diesem Raum die Hoffnung gewonnen«, sagte er laut Bericht. An Segalovitz gerichtet fügte er hinzu: »Willkommen, Yoav. Wir haben Arbeit vor uns.«
Innenpolitische Fragen
Im Mittelpunkt der Zusammenarbeit sollen vor allem innenpolitische Fragen stehen. Abbas bezeichnete den Kampf gegen Gewalt und Kriminalität als wichtigste Aufgabe seiner Partei. Viele arabische Eltern lebten mit der Sorge, ob ihre Kinder sicher nach Hause kämen, sagte er. Notwendig seien deshalb Partnerschaften und die Bereitschaft, »den anderen als Menschen zu sehen und nicht als Feind«. Segalovitz, der sein Berufsleben bei der Polizei verbrachte, sei jemand, der Kriminelle bekämpft habe, ohne nach deren Religion zu fragen.
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