Deutsche Post lehnt Davidstern-Briefmarke ab
28. Juli 2026 – 14. Aw 5786
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Deutsche Post lehnt Davidstern-Briefmarke ab
Ein Davidstern und dem Schriftzug »Antisemitismus – ohne mich!« ist laut Deutsche Post »politisch oder ethisch nicht korrekt«
28.07.2026 11:28 Uhr
Die Deutsche Post hat den Entwurf einer individuellen Briefmarke mit einem Davidstern und dem Schriftzug »Antisemitismus – ohne mich!« zurückgewiesen. Laut »Bild« begründete das Unternehmen die Ablehnung damit, dass das Motiv möglicherweise »politisch oder ethisch nicht korrekt« sei.
Der Entwurf stammt von der Münchnerin Barbara Schaumberger, die mit der Briefmarkenaktion eine Initiative gegen Antisemitismus unterstützen wollte. Über den Online-Service der Post können Kunden eigene Motive für personalisierte Briefmarken einreichen – etwa private Fotos, Symbole oder Logos. Schaumberger wollte auf diese Weise die Kampagne in ihrem Umfeld bekannter machen.
»Ich habe einen Bogen mit 18 Marken entworfen und bestellt«, sagte die 44-Jährige gegenüber »Bild«. Nach zwei Tagen erhielt sie jedoch eine Absage per E-Mail. Darin verwies die Post unter anderem auf mögliche Ausschlussgründe wie »verbotene, politisch oder ethisch nicht korrekte Motive«.
Für Schaumberger ist diese Begründung unverständlich. »Ich bin maximal entsetzt. Ein Davidstern ist doch kein verbotenes Symbol«, erklärte sie.
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