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Benjamin Netanjahu bei Wahl vorn - aber ohne Mehrheit

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28. Oktober 2026 – 17. Cheschwan 5787

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Benjamin Netanjahu bei Wahl vorn - aber ohne Mehrheit

Bleibt der heutige Ministerpräsident an der Macht? Oder kommt es zum Regierungswechsel? Der Politikveteran gibt sich in der Wahlnacht trotz unklarem Ausgang siegesgewiss

 28.10.2026 05:08 Uhr

Bei der wegweisenden Parlamentswahl in Israel hat das rechtsreligiöse Lager von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu seine Mehrheit laut Prognosen verloren, doch der Regierungschef gibt sich siegesgewiss. Seine rechtskonservative Likud-Partei sei »die größte Partei Israels« und bleibe stärkste Kraft im Parlament, sagte Netanjahu in der Nacht vor Anhängern. Dahinter liegt die Mitte-Partei Yashar von Ex-Militärchef Gadi Eisenkot. Auch dessen Lager, das ebenfalls aus mehreren Parteien besteht, verfehlte die Mehrheit. Die Regierungsbildung dürfte schwierig werden.

Eisenkot rief Netanjahu zum Rücktritt auf, da dessen Koalition »das Vertrauen des Volkes verloren« habe. Netanjahu sagte dagegen, die Wahl habe gezeigt, dass das rechte Lager innerhalb der jüdischen Bevölkerung eine klare Mehrheit habe. Man müsse die Auszählung der Stimmen abwarten.

Eisenkot wäre für die Bildung einer Regierung auf die Unterstützung arabischer Parteien angewiesen, die stark zulegten. Sie könnten ihm entweder als Koalitionspartner dienen oder eine Minderheitsregierung dulden. Rein rechnerisch könnte die Opposition mit Hilfe der arabischen Parteien zwar auch eine Regierung bilden. Dazu sind aber nicht alle Kräfte des Oppositionslagers bereit.

Netanjahu fordert Regierung ohne arabische Parteien

Netanjahu rief zur Bildung einer starken rechtsgerichteten Regierung auf. »Wir dürfen keine Regierung bilden, die sich auf arabische, antizionistische Parteien stützt«, sagte er. Netanjahu warf diesen Parteien vor, gegen die Existenz Israels zu agitieren, die palästinensische Terrororganisation Hamas als wohltätige Organisation zu bezeichnen und israelische Soldaten als Kriegsverbrecher zu verunglimpfen.

Zugleich warnte Netanjahu, die Bedrohung durch den Erzfeind Iran sei noch nicht gebannt.........

© Juedische Allgemeine