»Katargate« bringt Netanjahu und sein engstes Umfeld unter Druck
24. September 2026 – 13. Tischri 5787
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Politische Einflussnahme
»Katargate« bringt Netanjahu und sein engstes Umfeld unter Druck
Neue, brisante Informationen zur Affäre um mutmaßliche Verbindungen zwischen Mitarbeitern des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu und Katar könnten weitreichende Folgen haben
24.09.2026 13:05 Uhr
Ein umfangreicher Bericht des US-Magazins »New Yorker« zeichnet ein detailliertes Bild der Affäre um mutmaßliche Verbindungen zwischen Mitarbeitern des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu und Katar. Im Mittelpunkt stehen Berater aus seinem engsten Umfeld, eine angebliche Einflusskampagne zugunsten des Golfstaats sowie Ermittlungen der israelischen Behörden. Die Affäre, die als »Katargate« bekannt wurde, könnte nach Darstellung des »New Yorker« erhebliche politische Folgen haben.
Eine zentrale Rolle in der Geschichte spielt Yisrael Einhorn, ein früherer Wahlkampfberater Netanjahus. Einhorn hatte 2017 die Beratungsfirma Perception gegründet und war anschließend an mehreren Wahlkämpfen der Likud-Partei beteiligt. Gleichzeitig arbeitete das Unternehmen für Katar. Nach Recherchen des »New Yorker« erhielt Perception auch nach der Fußball-Weltmeisterschaft 2022 monatlich 45.000 Dollar über eine Drittgesellschaft.
Der Kontakt zu Katar gewann nach dem Hamas-Massaker vom 7. Oktober 2023 eine neue Bedeutung. Der frühere US-Politikberater Jay Footlik soll Einhorn in London mit dem Wunsch Katars vertraut gemacht haben, in Israel als Vermittler im Gaza-Krieg wahrgenommen zu werden. Dafür sollte sich das Image des Emirats verändern. Katar hatte über Jahre erhebliche Summen nach Gaza überwiesen und unterhielt enge Beziehungen zur Hamas. Zugleich war Doha an den Verhandlungen über Geiseln und eine Waffenruhe beteiligt.
Im Fernsehen aufgegriffen
Laut »New Yorker« entwickelten Einhorn und Footlik gemeinsam mit Mitarbeitern aus Netanjahus Umfeld eine Kampagne, die die öffentliche Wahrnehmung Katars beeinflussen sollte. Dabei sollen Journalisten mit arrangierten Informationen versorgt, Quellen erfunden und Aussagen angeblicher US-Vertreter verbreitet worden sein. Einhorn soll die Entwicklung der Kampagne in einer Nachricht mit den Worten »giving birth to reality« (»die Realität zur Welt bringen«) gefeiert haben.
Besonders im Fokus steht Eli Feldstein, der nach dem 7. Oktober 2023 im Büro des........
