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Antisemitismus ohne Scham

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30. Juli 2026 – 16. Aw 5786

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Antisemitismus ohne Scham

Der Vorsitzende der jüdischen Gemeinde Kahal Adass Jisroel in Berlin-Mitte wurde nach eigenen Angaben auf der Straße mit dem Tode bedroht

»Fucking Jew, I will kill you!« Mit diesen Worten wurde Pavel Lyubarsky, Vorsitzender der jüdischen Gemeinde Kahal Adass Jisroel in Berlin-Mitte beschimpft und bedroht. Lyubarsky war vergangenen Freitagnachmittag auf dem Weg zum Schabbatgottesdienst der orthodoxen Gemeinde, wie der Gemeindevorsitzende im Gespräch mit der Jüdischen Allgemeinen berichtet.

Nicht weit von der Synagoge in der Brunnenstraße entfernt, an der Ecke Brunnenstraße / Bernauer Straße, habe er aus einer Entfernung von etwa 50 Metern zwei Jugendliche oder junge Männer bemerkt, möglicherweise mit arabischem Hintergrund. Als er die Straßenseite wechselte, hätte ihm der eine Mann die eingangs zitierten Worte zugerufen.

Wegen der großen Entfernung habe er dies nicht direkt als Bedrohung wahrgenommen. Sprüche wie »Free Palestine« oder »Free Hamas« - durchs Fenster vorbeifahrender Autos gerufen - bekomme man in der Gegend öfter zu hören. »Aber dieser Ruf war schon krass«, so Lyubarsky, denn »I will kill you!« (Ich werde dich/euch töten) sei schon eine deutliche Drohung.

»Er hat sich dabei gar nicht geschämt, er wollte sogar aufgenommen werden.« Pavel Lyubarsky, Vorsitzender von Kahal Adass Jisroel, über den Mann der ihm den Hitlergruß zeigte

»Er hat sich dabei gar nicht geschämt, er wollte sogar aufgenommen werden.« Pavel Lyubarsky, Vorsitzender von Kahal Adass Jisroel, über den Mann der ihm den Hitlergruß zeigte

Er sei dann bei der Synagoge angekommen, wo eine Mahnwache stattfand, die dort seit dem versuchten Brandanschlag auf die Synagoge vom 18. Oktober 2023 regelmäßig abgehalten wird, auch zum Schutz des Gemeindezentrums. Etwa 15 Personen seien dort gewesen, zum Teil hätten diese auch........

© Juedische Allgemeine