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Trumps Hofstaat und die verbotenen Wörter: „Joe Biden gewann“

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20.07.2026

Es gibt in Amerika eine Frage, auf die keine lange Antwort passt. Wer gewann die Präsidentschaftswahl 2020? Joe Biden. Zwei Wörter. Drei Sekunden. Kein großes Ding. Doch am Hofe Donald Trumps ist selbst dieser selbstverständliche Satz zur Mutprobe geworden. Wer ihn umgeht, beweist Verwendbarkeit. Die anderen werden aussortiert. Die jüngsten Senatsanhörungen waren deshalb „auditions” für ein System, in dem Loyalität daran gemessen wird, was einer sich zu sagen verkneift.

Jay Clayton, Trumps Kandidat für die Spitze sämtlicher 18 Geheimdienste, wurde von Senator Jon Ossoff wieder und wieder gefragt, wer vor sechs Jahren den Wettbewerb ums Weiße Haus gewonnen hat. Clayton antwortete roboterhaft, Joe Biden sei „zertifiziert“ worden und habe die meisten Wahlmännerstimmen erhalten. Korrekt. Das Verb „gewinnen“ wollte ihm nicht über die Lippen kommen. Die Wahrheit wurde verwaltungssprachlich einbalsamiert.

Nebenan zeigte Todd Blanche, Trumps früherer Privatanwalt und Kandidat für die Spitze des Justizministerium, in seinem Bewerbungsgespräch mit dem Senat die gleiche Bereitschaft, an der sprachlichen Verrenkung mitzuwirken. Jeder im Saal wusste, warum. Jeder wusste, was passieren würde, wenn stattdessen die simple Wahrheit ausgesprochen worden wäre. Wahrscheinlich wäre seine Karriere beendet gewesen, bevor sie begonnen........

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