Maga bröckelt: Wie Trump seine Partei vor den „Midterms“ in den Abgrund reißt
Dass liberale Wähler Donald Trump zum Teufel wünschen: geschenkt. Dass ihm Parteiunabhängige in Scharen davonlaufen: bekannt. Dass gerade junge Wähler und Latinos, die ihm 2024 überraschend einen Vertrauensvorschuss gewährten, desillusioniert abwandern: ebenso.
Neu ist, dass ihm das eigene Lager von der Fahne geht, dass ihm bisher hündisch ergebene Abgeordnete und Senatoren die Zwangsloyalität aufkündigen, dass Kandidaten auf Distanz gehen, offen Kritik an seiner Politik äußern und fünf Wochen vor den Kongresswahlen zu den Notausgängen rennen. Sie fürchten ein politisches Blutbad.
Skurriler Empfang von Xi Jinping: Warum Trumps Miene plötzlich entgleist
Dahinter stehen ernüchternde Zahlen. Meinungsforscher von Reuters/Ipsos haben gerade 32 Prozent Zustimmung für den 80-Jährigen gemessen – den niedrigsten Wert von Trumps gesamter politischer Karriere.
Trump verliert massiv an Zustimmung bei Wirtschaft und Inflation
Noch hässlicher wird es dort, wo Wahlen entschieden werden: Nur 27 Prozent billigen seine Wirtschaftspolitik, lediglich 20 Prozent seinen Umgang mit der Inflation. Bei den aus dem Ruder gelaufenen Lebenshaltungskosten halten nur 17 Prozent die Politik des Präsidenten für zielführend. Im September 2018, kurz vor jenen „Midterms“, bei denen die Republikaner in Trumps erster Präsidentschaft 40 Sitze im Repräsentantenhaus verloren, bekam er für die Wirtschaft noch 49 Prozent Zustimmung. Heute sind es 22 Punkte weniger.
Historisch miserabel ist nicht nur die Breite seiner Zustimmung. Auch die Begeisterung ist verdunstet. CNN misst nur noch 13 Prozent Amerikaner, die Trump stark unterstützen.........
