Entlarvende Nazi-Bezüge der AfD
Entlarvende Nazi-Bezüge der AfD
Stand: 16.02.2026, 17:01 Uhr
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Der AfD-Bundesparteitag findet exakt 100 Jahre nach dem NSDAP-Parteitag statt. Ein Versehen? Der Kommentar.
Tut man der AfD unrecht, wenn man sie in die Nähe der Nazis rückt? Oder tut man ihr damit einen Gefallen? Klar ist: Wer schon die Frage abtut, geht mit der AfD zu naiv oder zu freundlich um. Beides ist gefährlich.
Die Debatte darüber, ob man die AfD in eine Linie mit Hitlers NSDAP stellen darf, wie es etwa der Grünen-Chef gerade getan hat, läuft seit Jahren. Jüngster Anlass – und für Kritiker:innen ein Beleg dafür, dass es die AfD selbst ist, die sich in diese Linie stellt – ist der Bundesparteitag der Rechten in Erfurt: Den plant die AfD eben nicht nur in Thüringen, wo einst der Siegeszug der Nazis begann, sondern auch exakt am 100. Jahrestag von deren Reichsparteitag eben dort am 3. Juli 1926. Der war ein Meilenstein im Aufstieg der Nazis. Dass das Zufall ist, wie die AfD sagt, ist kaum zu glauben.
Zum erprobten Handwerkszeug von Populisten, Extremisten und Rassistinnen gehört die Technik der „Hundepfeife“: Politisch tabuisierte Themen werden nur codiert angesprochen – um mit eindeutig zweideutigen Andeutungen Signale an überzeugte Anhängern zu senden. Außenstehende erkennen das oft nicht – so wie der Mensch die Hundepfeife nicht hört – und halten Kritik für übertrieben. In den USA funktionieren so etwa rassistische Klagen über Innenstädte und Sozialschmarotzer, und antisemitische über Globalisten und Ostküsteneliten. So kann man besser polemisieren als offen gegen Schwarze oder Juden. Bis die Tabus so ausgehöhlt waren, dass sogar der Präsident offen rassistische Videos verbreitet.
In Deutschland hat die AfD diese Technik zur Blüte gebracht: Sorgte es anfangs für Ärger, dass ihr Parteichef von Migrant:innen als „sozialem Bodensatz“ sprach, wurden inzwischen ganzen Landesverbänden verfassungsfeindliche Tendenzen nachgewiesen. Die Umfragen führt die AfD dennoch in allen fünf Ostländern klar an. Distanzierte sich die AfD-Spitze zunächst vom rassistischen Kampfbegriff „Remigration“, steht er nun im Wahlprogramm.
Thüringens AfD-Chef Höcke, studierter Geschichtslehrer, machte vor Gericht geltend, Nazi-Slogans zu verwenden, ohne zu wissen, woher sie kommen. Ausgerechnet sein Landesverband ist nun 100 Jahre nach dem NSDAP-Parteitag Gastgeber des AfD-Bundestreffens. Dabei wird 2026 zwar in acht Ländern gewählt, nicht aber landesweit in Thüringen.Doch selbst diese Aufregung nützt der AfD. Am rechten Rand erkennt man das Signal, während bürgerliche Wähler:innen der extrem Rechten der Presse vorwerfen, sie wegen eines Zufalls zu stigmatisieren.
Dabei ist der Trick schnell entlarvt: Wäre alles ein Versehen gewesen, wäre das einer anständigen Partei so peinlich, dass sie den Termin verlegt hätte. Die AfD hält es anders, und das ist vielsagend.
