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Entwurf des Koalitionsvertrags: Lust am Spektakel

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16.04.2025

Stand: 15.04.2025, 14:42 Uhr

Von: Harry Nutt

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Die Kritik am Entwurf des Koalitionsvertrags ist teils ein Wille zur Missgunst. Das entzieht der
Politik die Geschäftsgrundlage.

Die als Kritik getarnte Mäkelei über die Dürftigkeit des Koalitionsvertrags zwischen CDU, CSU und SPD ist wohlfeil. Mit unverhohlener Häme lautet das Urteil: „Thema verfehlt“. Die meisten der lustvoll zelebrierten Verrisse lassen jedoch außer Acht, was eigentlich zu bewerten war.

Natürlich finden sich Dutzende Stilblüten, die auf ein indifferentes Selbstverständnis der Verfasserinnen und Verfasser verweisen. Die Entdeckung, dass Deutschland ein Kulturstaat sei, scheint aus der Verwirrung hervorgegangen zu sein, dass die scheidende Amtsinhaberin Claudia Roth sich zwar Kulturstaatsministerin nennen durfte, aber keinen entsprechenden Rang im........

© Frankfurter Rundschau