Raketenabwehr heizt das Wettrüsten an statt Sicherheit zu bringen
Stand: 25.01.2026, 16:50 Uhr
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Raketenabwehrsysteme lösen eine gefährliche Aufrüstungsspirale aus. Experten fordern Abrüstung und Rüstungskontrolle statt weiterer Eskalation.
Unbestritten haben die Raketenabwehrsysteme in Israel und der Ukraine schon vielen Menschen das Leben gerettet. Weder der „Iron Dome“ in Israel noch „Patriot“ in der Ukraine können der Bevölkerung jedoch einen vollständigen Schutz bieten. Der jeweilige Gegner hat Wege gefunden, die Abwehrsysteme zu überwinden. So setzen der Iran oder Russland eine große Anzahl einfacher Drohnen und Raketen ein, die die Abwehrsysteme überfordern.
Einige iranische Raketen sind mit Tarnkappeneigenschaften versehen, so dass sie für Radarsysteme schwieriger erkennbar sind. Iranische Raketen landeten im Juni 2025 beispielsweise nur 300 Meter vom Hauptquartier des israelischen Verteidigungsministeriums in Tel Aviv entfernt.
Anders als der Name suggeriert, haben Abwehrsysteme keinen rein defensiven Charakter. So wirft China den USA in seinem im November veröffentlichten Weißbuch zur Rüstungskontrolle, Abrüstung und Nichtverbreitung vor, „die Grenze zwischen Raketenabwehr und strategischer Offensive absichtlich zu verwischen“. Das in Rumänien und Polen stationierte US-System „Aegis Ashore“ beispielsweise ist geeignet, sowohl Flugabwehrraketen als auch Marschflugkörper zu starten.
Menschen brauchen Frieden. Aber es herrscht Krieg in der........
