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FR-üh dran: Diplomatie à la Mar-a-Lago – Netanjahu und Trump zwischen Gaza-Streit und Somaliland-Krise

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30.12.2025

Stand: 29.12.2025, 06:00 Uhr

Von: Felix Busjaeger

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Während sich die Donald Trump und Benjamin Netanjahu in Mar-a-Lago treffen, sorgt Israels Anerkennung Somalilands für diplomatischen Aufruhr.

FR-üh Radar – Das steht heute an: Benjamin Netanjahu und Donald Trump treffen sich heute in Mar-a-Lago zu einem brisanten Gipfel, der über die Zukunft des Nahen Ostens entscheiden könnte. Doch das Treffen findet unter dramatisch veränderten Vorzeichen statt: Trumps Team wirft Netanjahu vor, den Gaza-Friedensprozess zu verschleppen und die fragile Waffenruhe zu untergraben. Gleichzeitig sorgt Israels Schritt, als erstes Land weltweit Somaliland anzuerkennen, für internationale Empörung.

Gestern kam der UN-Sicherheitsrat zu einer Dringlichkeitssitzung zusammen, 21 muslimische Länder warnen vor „schwerwiegenden Folgen“. Während Iran von einem „umfassenden Krieg“ mit den USA spricht, plant Trump „mehrere große Ankündigungen zu Gaza“ für Januar. Wir erklären Ihnen, warum aus dem erwarteten Schulterschluss zwischen Verbündeten ein Machtkampf um die Nahost-Politik werden könnte.

Wir erklären Ihnen, wie es dazu kam: Was als freundschaftliches Treffen geplant war, entwickelt sich zum Showdown. Wie Axios berichtet, ist Trumps Team „zunehmend frustriert“ mit Netanjahu: „Es ist J.D., Marco, Jared, Steve, Susie. Er hat sie verloren. Der einzige, den er noch hat, ist der Präsident“, zitiert das Portal einen Regierungsbeamten. Gemeint sind Vizepräsident J.D. Vance, Außenminister Marco Rubio, Trumps Schwiegersohn Jared Kushner und Nahost-Gesandter Steve Witkoff. Trump würde Netanjahu zwar noch mögen, aber „selbst er möchte, dass das Gaza-Abkommen schneller vorangeht als derzeit“.

Der Grund: Netanjahu hat laut Axios „Käuferreue“ bezüglich des 20-Punkte-Friedensplans für Gaza und........

© Frankfurter Rundschau