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Wo warst du an 9/11?

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11.09.2026

Am 11. September 2001 war Jonah 18 Jahre alt und gerade zum Studieren aus Boston nach New York gezogen. Heute arbeitet er in der Verwaltung für die Stadt New York.

Es war meine zweite Woche am College. Ich wohnte im 10. Stock eines Studentenwohnheims im Norden Manhattans. An dem Dienstagmorgen weckte mich meine Mutter aus Boston über das Festnetztelefon, ein Handy hatte ich damals noch nicht. Sie rief an, um sich zu vergewissern, dass ich nicht zufällig am World Trade Center war. Im Fernsehen sahen mein Mitbewohner und ich dann, was los war.

Das gegenüberliegende Zimmer auf unserer Etage war nach Süden ausgerichtet, mit Blick auf die Twin Towers. So sahen wir aus knapp 13 Kilometern Entfernung, wie der zweite Turm des World Trade Centers kollabierte. Das war schrecklich und entsetzlich anzusehen. Schon in dem Moment war mir bewusst: Das ist nicht das Ende von etwas, sondern der Anfang – dass die USA danach ganz sicher jemanden bombardieren werden.

Während die Menschen aus Downtown flohen, war es bei uns in Uptown extrem ruhig. Als wir später in der Nähe über den Broadway liefen, fuhren keine Autos, nur wenige Läden waren geöffnet. Es war ein sonniger Spätsommertag, während man gleichzeitig aus Downtown riesige Rauchwolken aufsteigen sah, das war surreal.

Niemand wusste, was los war. Die Menschen waren völlig verunsichert. Erst nach Tagen sortierte sich das alles ein wenig. Und dann waren da noch all die Menschen, die verzweifelt nach ihren Angehörigen suchten. Das war furchtbar.

Die Stimmung in New York in der Zeit danach lässt sich schwer in Worte fassen. Aber ich erinnere mich an eine sehr angespannte, traurige Zeit: an die schwelenden Ruinen der zwei Türme. An den Rauch und Staub, der wochenlang über der Stadt hing. Es dauerte eine Ewigkeit, bis alles aufgeräumt war. Gleichzeitig gab es aber auch ein tiefes Gefühl von Solidarität in der Stadt.

Die Auswirkungen........

© Fluter