„Muldentalklause“ in Westewitz – ein Kräftemessen mit Verwundeten, aber ohne Sieger
Kommentar: Gerangel um Muldentalklause in Westewitz - ein Kräftemessen mit Verwundeten
„Muldentalklause“ in Westewitz – ein Kräftemessen mit Verwundeten, aber ohne Sieger
Das Hin und Her um die „Muldentalklause“ in Westewitz findet ein bitteres Ende. Von Beginn an war es ein Zerren und Ziehen um die Wahrheit, um Ansprüche und Forderungen, findet LVZ-Reporterin Stephanie Helm.
Westewitz. Das Hin und Her um die „Muldentalklause“ in Westewitz findet ein bitteres Ende. Und diese Abwärtsspirale, die sich seit Monaten auftat, war schon lange nicht mehr aufzuhalten. Sie nahm schon ihren Anfang, als die Pacht für die Ausflugsgaststätte gerade ausgeschrieben wurde. Statt sich mit dem jetzigen Pächter zusammen zu setzen, statt gemeinsam neue Wege zu beschreiten, wirkte die Entscheidung der Gemeinde wie ein Alleingang.
Ein Alleingang, bei dem sich Michael Horn, der die „Muldentalklause“ seit zehn Jahren betreibt, zurecht vor den Kopf gestoßen fühlte. Statt offen und ehrlich ins Gespräch zu gehen, war es von Beginn an ein Zerren und Ziehen um die Wahrheit, um Ansprüche und Forderungen.
In zwei Wochen ist Schluss mit der „Muldentalklause“ in Westewitz
Beide Parteien fanden nicht zueinander. Da gab es kein Entgegenkommen, kein Kompromisse finden. Und wofür? Um zu beweisen, dass man den längeren Atem hat? Das Gerangel um die „Muldentalklause“ ist nichts weiter als ein gescheitertes Experiment. Ein Kräftemessen mit Verwundeten, aber ohne Sieger. Hier gehen zwei Seiten mit dem unbefriedigensten aller Ergebnisse auseinander. Die „Muldentalklause“ schließt ihre Pforten. Mitten in der Saison.
Was von all dem übrig bleibt, ist eine Kommune, die lieber auf solide Pachteinkünfte verzichtet und heute noch nicht weiß, wann und ob sie ihre Gaststätte wieder eröffnen wird. Und ein Gastronom, der wenige Jahre vor der Rente plötzlich vor den Trümmern seiner beruflichen Existenz steht.
