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Ritt auf der Rasierklinge

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05.02.2026

Kanzler Friedrich Merz entscheidet sich für einen weicheren Umgang mit der harten Autokratie Saudi-Arabien. Das ist eine Folge der sich dramatisch ändernden Weltordnung.

Doha. Die Golfreise des Bundeskanzlers ist drastischer Anschauungsunterricht, wie fundamental sich gerade für Deutschland die Welt verändert. Die willkürlichen Zollerhöhungen und vor allem die Annexionsdrohungen von Donald Trump gegen das zu Dänemark gehörende Grönland, also gegen einen Nato-Partner, haben bei Friedrich Merz tiefe Spuren hinterlassen. Ausgerechnet er, der 70-Jährige, verwurzelt in unverbrüchlicher Verbundenheit von Amerikanern und Deutschen, erlebt als Kanzler einen Vertrauensbruch mit Washington. Deshalb will er sich nicht mehr wie früher auf die USA verlassen und bemüht sich um neue „strategische Partnerschaften“ - etwa mit der reichen und harten Autokratie Saudi-Arabien.

Diese Zeitenwende, wie er sie inzwischen eindringlich beschreibt, ist........

© Dresdner Neueste Nachrichten