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Wenn der nächste Systemschock auf leere Kassen trifft

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19.08.2026

Kürzungen bei Entwicklungshilfe: Sicherheit beginnt nicht beim Militär

Wenn der nächste Systemschock auf leere Kassen trifft

In einer Welt, die immer mehr in militärische Sicherheit investiert, wird der Beitrag von humanitärer Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit systematisch unterschätzt. Doch wer Sicherheit ernst nimmt, kann an diesem Teil nicht sparen.

Berlin/Stockholm. Wie eine Saloon-Tür geht die Straße von Hormus derzeit auf und wieder zu. Und mit ihr oszilliert die Weltwirtschaft zwischen Hoffen und Bangen. Für die Schwächsten der Welt war schon vor der neuesten Eskalation klar, dass diese Krise längst nicht ausgestanden ist. Sie zeigt: Die internationale Gemeinschaft ist immer weniger bereit und fähig, die Folgen globaler Krisen abzufedern.

Dr. Martin Frick ist Direktor des UN-Welternährungsprogramms (WFP) für Deutschland, Österreich und Liechtenstein. Das WFP ist die größte humanitäre Organisation im Kampf gegen Hunger – finanziert aus öffentlichen Geldern von Regierungen, ein kleiner Teil sind Privatspenden. Karim Haggag ist ägyptischer Diplomat und amtierender Direktor des Stockholm International Peace Research Institute (SIPRI). Das SIPRI mit Sitz in der schwedischen Hauptstadt wurde 1966 gegründet und forscht zu den Themen Rüstung, Rüstungskontrolle und Abrüstung. Jährlich veröffentlicht es seinen viel beachteten Bericht zu den globalen Rüstungsausgaben.

Unabhängig von den folgenden politischen Volten: Die Krise um die Straße von Hormus ist nach Covid-19 und dem Angriff auf die Ukraine ein weiterer Systemschock. Anders als im Fall der Ukraine trifft er keine Kornkammer, sondern eine Herkunftsregion und einen Umschlagplatz für die globale Energieversorgung. Öl und Gas sind zentrale........

© Dresdner Neueste Nachrichten