9/11: Im „Krieg gegen den Terror“ verspielten die USA ihren Status als Hypermacht
Es war ein schwerer Schlag, der die USA im Mark erschütterte. Die verheerenden Terrorangriffe vom 11. September 2001 zeigten der Supermacht, dass auch sie verwundbar ist. Und sie lösten einen strategischen Dominoeffekt aus, dessen Folgen bis heute nachwirken. Mit ihrem „Krieg gegen den Terror“ wollten die Regierung von US-Präsident George W. Bush nicht nur die Hintermänner des Attentats ausschalten. Sie wollte gleich der ganzen Region von der Levante bis zum Hindukusch – nach eigenen Aussagen – Demokratie bringen: also notfalls mit militärischer Gewalt Führungen installieren, die mit dem Westen verbündet sind. Heute ist klar: Bei diesem Projekt wurden den USA ihre Grenzen aufgezeigt.
Zuerst schien alles nach Plan zu laufen. Die USA zerstörten in Afghanistan die Rückzugscamps von Osama bin Ladens Terrornetzwerk al-Qaida, das hinter den Anschlägen steckte. Und sie stürzten das Taliban-Regime, das al-Qaida Unterschlupf gewährt und in Afghanistan grausam geherrscht hatte. Doch heute, 25 Jahre später, sind........
