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Tränen, Drüsen, Dramen

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13.02.2026

Ist es die düstere Weltlage? Sind es die Februar-Nebel, aus denen es herunternieselt und rieselt? Ist es gar der frühe Pollenflug, die Vorboten des Frühlings, der den Allergikern bereits die Tränen in die Augen treibt? Oder ist es bloß so, dass US-Diven näher am Wasser gebaut sind, jederzeit bereit, die Tränenschleusen zu öffnen? Und die Rede ist hier nicht von Lindsey Vonn.

Pech und Glück für „Gold-Breezy“

Tränen und offene Drüsen, kleine Dramen und große Emotionen allüberall – bei Siegern und Verlierern bei Olympia in Italien, bei Hollywood-Stars auf dem roten Teppich des Opernballs und auf der Berlinale. In Wien gab Sharon Stone die Drama-Queen. Wollte der Präsident sie nicht in der Loge empfangen? Haben die Schuhe gedrückt? Hat es gezwickt und gezwackt? Brachte sie vor der Oper eine moderne Aschenputtel-Version zur Aufführung? Erst Champagner und Schokolade haben sie dem Vernehmen nach einigermaßen beruhigt. Bei Michelle Yeoh, wie Stone eigentlich auf die Rolle des Tough Cookie abonniert, war es bei der Eröffnung der Filmfestspiele in Berlin die Erinnerung an ihre Eltern, die die Tränen kullern ließ.

In Cortina dagegen stürzte Breezy Johnson, die „Gold-Breezy“ aus der Abfahrt, als Co-Favoritin im Super-G auf der Tofana. Das Drama um den Crash Lindsey Vonns hatte ihren Sieg überschattet. Um nun vom Heiratsantrag ihres Freundes im Ziel überrascht zu werden. Ein Happy End, pünktlich vor dem Valentinstag. Sage keiner, US-Amerikaner hätten kein Faible für die große Show.

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