Kritik ja, Boykott nein: Die Israel-Proteste beim Song Contest schießen übers Ziel hinaus
Noam Bettan hat sich auf die antisemitischen Proteste beim Eurovision Song Contest (ESC) in Wien inzwischen eingestimmt. Der israelische Teilnehmer bekam in den vergangenen Tagen einen Vorgeschmack. Die Erinnerung an die „Nakba“, den Tag der Vertreibung der Palästinenser am 15. Mai bei der Gründung Israels vor 78 Jahren, lässt die Emotionen bei den Demos in Wien zusätzlich hochgehen.
Der Song Contest ist keine Ausnahme
Die anti-israelischen Ressentiments, die antisemitischen Parolen à la „From the River to the Sea“ im Zuge des „Song Protests“ und die Buhrufe bei der Live-Darbietung sind zu einer schlechten Tradition bei dem europäischen Wettsingen geworden, das das Anders-Sein feiert und die Wokeness zelebriert. Dass es im Vorjahr in Basel die Sängerin Yuval Raphael, eine Überlebende des Hamas-Massakers beim Nova-Festival, traf, zeugt von besonderer Perfidie. Dass sie letztlich dennoch zur Zweiten avancierte, verdankt sie einer cleveren israelischen Kampagne, die sich das Reglement zunutze machte.
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