Eine unangenehme Wahrheit: Krisen tun weh
Jetzt wird es unangenehm. Viel spricht dafür, dass der Iran-Krieg länger und komplizierter wird als von Washington erhofft. Auch wenn es den USA gelingt, die Blockade in der Straße von Hormus zu lösen, ist längst nicht mehr klar, ob die Infrastruktur noch ausreichend intakt ist, um die Welt mit den benötigten Mengen an Öl und Gas zu versorgen. Im besten Fall steigen die Preise deutlich; im schlechteren droht eine ernsthafte Versorgungskrise.
Anders gesagt: Wer sich heute ärgert, dass er an der Tankstelle schon mehr als zwei Euro für den Liter Diesel hinblättert, wird sich in ein paar Wochen womöglich fragen, worüber er sich damals eigentlich geärgert hat. Die Internationale Energieagentur warnt, die Welt könnte vor der schwersten Energiekrise seit Jahrzehnten stehen. „Kein Land wird von den Auswirkungen dieser Krise verschont bleiben“, sagt IEA-Chef Fatih Birol.
Die USA erwägen angeblich sogar ein Exportverbot für Öl. Und: Noch kommen Tanker in den Häfen der Welt an, die vor dem Krieg den Persischen Golf verlassen........
