Die Chefs der KI-Firmen stecken in einem Dilemma – und wir mit ihnen
Kennen Sie das Pedoskop? Das war eine praktische Maschine, mit der in den 1950er-Jahren auch hierzulande in Schuhgeschäften überprüft werden konnte, ob der Schuh passt. Im Endeffekt war es ein Röntgenapparat, der den gesamten Tag lief. Ohne zeitliche Beschränkung und ohne Schutzausrüstung für Verkäufer und Kunden. Viele mussten für den vereinfachten Schuhkauf schlussendlich mit einer Krebserkrankung bezahlen, bevor die Geräte in den 1970er-Jahren verboten wurden. Heute gilt das Pedoskop als warnendes Beispiel für einen zu leichtfertigen Umgang mit einer neuen Technologie.
Nun ist es die Künstliche Intelligenz, die immer mehr Sorgen bereitet. Und zwar die Geschwindigkeit der Entwicklung. Die Sorgen kommen dabei nicht von technikfeindlichen KI-Kritikern, sondern von den Chefs der wichtigsten KI-Unternehmen selbst. So sorgte am Wochenende Anthropic-Chef Dario Amodei mit einem langen Essay für Aufsehen: Darin fordert er eine Verlangsamung der Entwicklung, damit es mehr Zeit für unabhängige Tests und Überprüfungen neuer KI-Modelle gebe, bevor diese sozusagen in die Freiheit entlassen werden. Und Amodei erhielt dabei sofort Unterstützung von den Konzernchefs von OpenAI, X und Google DeepMind – also dem Who’s who........
