Das Kinderkopftuchverbot ist keine Symbolpolitik
Wenn im Osten Österreichs am 7. September das neue Schuljahr startet, tritt auch das Kopftuchverbot für Mädchen unter 14 in Kraft. Schon vorab sorgt das für schlechte Stimmung: Die Lehrergewerkschaft macht sich Sorgen, dass die Lehrkräfte das Verbot zwar exekutieren müssen, dabei aber von der Politik alleingelassen werden, einige muslimische Communitys hätten auch bereits angekündigt, das Verbot bewusst ignorieren zu wollen. Innerhalb der politischen Linken, aber auch innerhalb der Liberalen, ist man sich nicht einig, was vom Verbot zu halten ist. Soll man aus feministischen Gründen für das Verbot sein, oder doch die Meinung vertreten, der Staat habe Mädchen nicht vorzuschreiben, was sie tragen sollen und was nicht. Ob das Gesetz am Ende verfassungsrechtlich hält, ist sowieso ungewiss.
Ziemlich kompliziert das Ganze. Am Ende ist das Kinderkopftuchverbot dennoch ein richtiger und wichtiger Schritt und weit mehr als nur Symbolpolitik. Es ist auch keine als Kinderschutz getarnte........
