Ceuta: Spanien die Schuld zu geben, hilft auch nicht weiter
Tausende durchnässte Menschen, die erschöpft aus dem Meer steigen. Massen, die an Grenzzäunen rütteln. Viel zu wenige Grenzpolizisten, die sich erst mit Wasserwerfern und Schildern in den Weg stellen – und irgendwann aufgeben. Die Bilder, die vor dem Wochenende aus der spanischen Exklave Ceuta an der nordafrikanischen Küste um die Welt gingen, wirken wie ein Echo der großen Flüchtlingskrise vor einem Jahrzehnt. Wenig überraschend, dass europäische Politiker nun zeigen wollen, dass sie ihre Lektion aus jenen Tagen gelernt haben. Nicht alles davon ist bei nüchterner Betrachtung hilfreich, um die europäischen Außengrenzen zu schützen.
Es war noch nicht klar, was überhaupt genau geschehen ist, da preschte die italienische Premierministerin Giorgia Meloni vor: Spanien müsse aus dem Schengenraum ausgeschlossen werden. Die Regierung der spanischen Linksikone Pedro Sánchez sei mitschuld, dass mehr als 60.000........
